Zum Hauptinhalt springen

Autor: lisa

Fliegenpilz: Mythen, Legenden und Wirkungen

Ein bemerkenswertes und faszinierendes Pilzgewächs

Fliegenpilz: Mythen, Legenden und Wirkungen

Der Fliegenpilz ist ein bemerkenswertes und faszinierendes Pilzgewächs, das in vielen Teilen der Welt zu finden ist. Mit seinem tiefroten Schirm und seinen charakteristisch weißen Punkten ist er nicht nur ein wahrer Augenschmaus, ihm wird auch eine besondere Bedeutung in vielen Mythen und Legenden zugeschrieben.

Interessant ist, dass er als psychoaktiver Organismus schon seit Jahrtausenden an unterschiedlichsten Orten auf der ganzen Welt zur Unterstützung tiefgehender Heilungs- und Reinigungsprozesse verwendet wird.

“Der Fliegenpilz galt als heilig und wurde von vielen Kulturen als Zeichen der Fruchtbarkeit, des Glücks und des Wachstums verehrt.”

Ein paar Mythen und Legenden

Legenden in Skandinavien besagen, dass der Fliegenpilz ein Tor zu einer anderen Welt oder Dimension darstellt. Es wird erzählt, dass Trolle und andere mythologische Kreaturen diesen Pilz als Transportmittel nutzen, um zwischen verschiedenen Welten umher zu reisen. Denjenigen, die ihn essen, soll die Fähigkeit verliehen werden, genau diese Welten zu sehen oder zu fühlen.

So manche nordischen Völker glaubten auch, dass der Fliegenpilz das Blut des Gottes Odin sei und dass er sie bei der Kontaktaufnahme mit den heidnischen Göttern unterstütze. Der Fliegenpilz galt als heilig und wurde als Zeichen der Fruchtbarkeit und des Wachstums verehrt. Im Laufe der Zeit wurden viele dieser heidnischen Legenden in christliche Traditionen integriert, und so ist der Fliegenpilz auch ein beliebtes, ikonisches Symbol der Weihnachtszeit. In winterlichen Geschichten wird er als bevorzugte Nahrung von Rentieren und Elfen dargestellt und verleiht ihnen die Fähigkeit, zu fliegen.

In Sibirien und anderen Regionen im Norden Eurasiens ist er seit Jahrhunderten als “Schamanenpilz” bekannt, der dabei helfen soll, den Schamanen mit der spirituellen Welt zu verbinden und ihm Zugang zu den Kräften des Universums zu geben. Die Visionen, die der “Schamanentee” hervorruft, wurden als Hinweise aus der geistigen Welt und als Anleitung für den Schamanen interpretiert, um Krankheiten zu heilen, Probleme zu lösen oder die Gemeinschaft zu schützen. Hierzu wurde der Pilz zerkleinert und dann in Wasser gekocht, um eine Art Tee herzustellen. Durch Wärmezufuhr wurde aus der giftigen Ibotensäure, die im frischen Fliegenpilz enthalten ist, der psychoaktive, aber körperlich unbedenkliche Wirkstoff Muscimol. Oftmals wurde der Pilz dann noch mit weiteren Pflanzen oder Substanzen kombiniert, um die heilsame Wirkung zu verstärken oder zu verändern.

Die alten Römer glaubten auch an seine magischen Kräfte und nutzten ihn in verschiedenen kultischen Praktiken oder als Opfergabe. 

In der römischen Mythologie wurde der Fliegenpilz unter Anderem mit dem Gott des Weines, Bacchus, in Verbindung gebracht. Bacchus galt als Schutzpatron des Rauschens und des Trinkens, und es wurde angenommen, dass der Fliegenpilz eine Art Tor zu Bacchus’ Welt war – so wurde er in Zeremonien zur Verehrung des Gottes verwendet.

Darüber hinaus wurde der Fliegenpilz im alten Rom auch als Symbol für Glück und Wohlstand angesehen. Es war üblich, Fliegenpilz-Statuen in den Häusern der Wohlhabenden und in Tempeln aufzustellen, um das Glück, die Gesundheit und den Wohlstand zu fördern.

Auch bei indigenen Völkern Nordamerikas gibt es zahlreiche Mythen und Legenden rund um den Fliegenpilz. So glaubten beispielsweise einige Stämme, dass der Pilz aus den Tränen eines Widders entstanden ist, der von einem Donnervogel getötet wurde. Andere indigene Völker sehen den Fliegenpilz als Symbol für die Sonne und nutzen ihn in ihren Zeremonien, um den Sonnengott zu ehren.

In der Märchenwelt wird der Fliegenpilz oft mit Feen und Elfen assoziiert. In vielen Geschichten ist er ein Geschenk der Feen an die Menschen, um ihnen magische Kräfte zu verleihen. Und, ist da was dran?

Wirkungsweisen und Verwendung in der Medizin

In der traditionellen Medizin vieler Kulturen wird der Fliegenpilz seit Jahrtausenden als Heilmittel eingesetzt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin und auch in der Volksmedizin Sibiriens dient er beispielsweise bei der Behandlung von Schmerzen und Entzündungen. Wenn der Pilz richtig dosiert wird, soll es zu einer Reihe von positiven Wirkungen und Wahrnehmungsveränderungen kommen, die bis hin zu Euphorie und Entspannung reichen.

Eine aktive Substanz im Fliegenpilz ist das psychoaktive Alkaloid Muscimol, das auf unser zentrales Nervensystem einwirkt und einen beruhigenden, regulierenden Effekt auf den Organismus haben soll. Es gibt Hinweise darauf, dass Muscimol möglicherweise bei der Behandlung von Depressionen und neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson helfen kann. Darauf deuten einige Untersuchungen an Nagetieren hin, unter anderem eine Studie, die im Jahr 2017 im Journal of Psychopharmacology veröffentlicht wurde. Es gibt bisher jedoch wenig Daten zur Wirkung am Menschen.

Aktuell ist wichtig zu beachten, dass weitere Studien notwendig sind, um die langfristigen Wirkungen und Risiken des Pilzes besser zu verstehen. In der modernen Medizin hat der Fliegenpilz somit bisher keine Verwendung gefunden. 

Deshalb ist wichtig darauf hinzuweisen, dass der Fliegenpilz aufgrund seiner potenziellen Toxizität nicht oral angewendet werden sollte. Wir empfehlen, ihn zu räuchern und sich gründlich über seine Eigenheiten und Vorteile zu informieren.

Nebenwirkungen und Vorurteile

Obwohl der Fliegenpilz in vielen Kulturen als heiliger Pilz angesehen wird, gibt es hierzulande viele Vorurteile aufzuräumen. Er ist nicht so gefährlich, wie die meisten Menschen glauben. 

Er wirkt in reiner, pulverisierten Form außerdem nur psychoaktiv, nicht halluzinogen. Verändert also das Bewusstsein und nicht das visuelle Sichtfeld.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Pilz je nach Region und Jahreszeit in seiner Zusammensetzung der Wirkstoffe variieren kann und dass man sich genauestens über mögliche Anwendung, Dosierung und Zubereitung informieren sollte. Wenn man den Fliegenpilz im Internet bezieht, ist es essentiell, einen vertrauenswürdigen Handel ausfindig zu machen und aus nachhaltiger Wildsammlung zu beziehen.

Unabhängig davon, ob man sich an den verschiedenen Legenden erfreut oder nicht, ist der Fliegenpilz zweifelsohne ein faszinierender Teil unserer Folklore und Kultur. Seine einzigartige, auffällige Erscheinung hat die Fantasie der Menschen über viele Generationen hinweg erfreut und beflügelt. Das Mystische fasziniert.

Insgesamt zeigt die Symbolik des Fliegenpilzes in vielen Kulturen, wie wertvoll und tief verwurzelt die Verbindung zwischen Mensch und Natur ist. Als Zeichen für Wachstum, Erneuerung und Verbindung mit dem Spirituellen erinnert er uns daran, wie wichtig es ist, unseren Platz in der Welt zu respektieren und die Kräfte der Natur zu achten.

getrockneter Fliegenpilz

Mehr über den Fliegenpilz

  • Fliegenpilz als Räucherwerk

    Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist ein allseits bekanntes Symbol für Märchen und Mythen und wird oft mit Hexen, Zauberern und Elfen in Verbindung gebracht. Doch wusstest du, dass der Fliegenpilz auch in unserer Welt als Räucherwerk verwendet werden kann?

    Weiterlesen

  • Fliegenpilz Pulver in der Kakaozeremonie

    In der heutigen Welt sind wir ständig auf der Suche nach neuen Wegen, um unser Wohlbefinden zu steigern und unsere Gesundheit zu verbessern . Immer beliebter wird da in spirituellen Kreisen und auch in urbanen Umgebungen die Kakao-Zeremonie.

    Weiterlesen

  • Getrockneter Fliegenpilz

    Du hast sicherlich schon von Amanita gehört, das ist ein getrockneter Fliegenpilz, auch “Guru-Pilz” genannt, der in der spirituellen Praxis und in der Ayurveda-Medizin verwendet wird.

    Weiterlesen

Veröffentlicht
29 März, 2023

Autor
Eva & Elias

Lesedauer
5 Minuten

Weiterlesen

Unser Gespräch mit Ceylo

Unser Gespräch mit Ceylo

Ich denke, es ist so wichtig, die Nachricht hinaus in die Welt zu tragen und den Menschen dadurch zu helfen.

Die Zeit ist reif.

C: ‘Uns wird nie gesagt, dass es auch eine Option B oder generell eine andere Option gibt. Sogar im Fall von Depressionen. Kein normaler Wissenschaftler oder Psychiater würde sagen ‘Trink ein wenig Kakao, der wird dir helfen, dass es dir besser geht.’ Ich denke, es ist so wichtig, die Nachricht hinaus in die Welt zu tragen und den Menschen dadurch zu helfen. Die Zeit ist reif.’

Unser Gespräch mit Ceylo

Ceylo, hast du bereits Erfahrungen mit zeremoniellem Kakao oder ist er vielleicht sogar ein essentieller Bestandteil deines Alltags?

Ja. Kakao ist in verschiedenen Formen und auf verschiedene Weise ein Teil meines Alltags. Ich gebe sehr gerne Kakao Nibs zu meinem Frühstück oder meinen Smoothies hinzu und manchmal trinke ich Kakao am Morgen anstelle von Kaffee. Denn Kakao hat Koffein und andere Stimulanzien und viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Magnesium und Eisen, die sehr gut für unser Immunsystem sind. Tatsächlich konsumiere ich also ziemlich viel Kakao, aber auch nicht zu viel, denn wir wollen die Nährstoffzufuhr niemals übertreiben. Ich würde sagen fast täglich genieße ich ein wenig Kakao; im Frühstück, als Getränk oder auch in Form von Kakao Riegeln, die liebe ich!

Zudem bietet Kakao im zeremoniellen Kontext für mich eine der schönsten Zeremonie-Erfahrungen überhaupt, da er nie überwältigend wirkt. Wenn ich mit anderer Pflanzenmedizin arbeite, habe ich oftmals große Vorbereitungen. Außerdem muss der Zeitpunkt stimmen und es braucht genügend Raum zur Integration. Die schöne Sache an Kakao ist jedoch, dass er so subtil aber gleichzeitig stark arbeitet. Es ist einfach, die Erfahrungen mit Kakao in den Alltag zu integrieren und es braucht nicht allzu viele Vorbereitungen – nur dich, deine Intention und die Medizin, was es in der Tat sehr divers und spielerisch macht, mit dieser Medizin zu arbeiten.

Insgesamt ist Kakao also ein sehr sehr schöner Teil meines Lebens und ich denke auch für viele Menschen, ohne dass sie es wirklich realisieren. Vor allem als Frau, wenn die Zeit im Monat gekommen ist und man den Wunsch nach Schokolade verspürt oder sich Wärme wünscht. Wonach man sich dann wirklich sehnt, ist Kakao. Ich denke die meisten Menschen kennen den Unterschied zwischen rohem Kakao mit all seinen wertvollen Inhaltsstoffen und den weiterverarbeiteten Formen von Kakao jedoch leider nicht.

Kakao ist ein besonderer Teil meines Lebens, den ich besonders liebe.

Nun ist Kakao aufgrund der Inhaltsstoffe Anandamid und Tryptophan sowie der MAO-Hemmer für seine stimmungsaufhellende Wirkung bekannt.

Was ist deine allgemeine Meinung zum Thema Kakao und Depressionen?

Zuallererst: Depression ist ein sehr weiter Begriff. Oftmals differenzieren wir nicht in der Begrifflichkeit, doch es gibt so viele Formen von Depressionen und ihren Schweregraden. Es gibt mildere Arten von Depressionen. Einige Menschen haben beispielsweise saisonale Depressionen oder Postpartale Depressionen nach der Geburt, die manchmal in einer kürzeren Episode auftreten. Diese sind die Formen von Depressionen, die man am besten vorbeugen und behandeln kann. Dann gibt es auch stärkere Formen von Depressionen wie eine bipolare Störung, die in sehr starker Form auftreten kann. Weitere Formen sind psychotische Depressionen oder klinische Depressionen, die sich über Jahre hinweg erstrecken können. Dies ist das andere Ende des Spektrums. Die Depression an sich ist also bereits so verschieden. Es ist sehr schwierig, die ganzen Formen von Depressionen unter einem Schirm zusammenzufassen.

Wie du bereits erwähnt hast, enthält Kakao verschiedene stimmungsaufhellende Stoffe, die gemeinsam dafür sorgen können, dass es dir besser geht. Außerdem kann diese Wirkungsweise dabei unterstützen, mit der Angst und dem Stress umzugehen, die oft mit Depressionen einhergehen. Insbesondere treten sie bei längeren, chronischen Depressionen auf. Auch bei Melancholie, die ein Frühsymptom von Depression sein kann, bietet Kakao Unterstützung.

Generell denke ich, dass Kakao vor allem zur Prävention dienen kann, bevor die Depression so stark wird, dass sie schwierig zu händeln ist. Dort kann sie auch eine Rolle spielen, dann jedoch gemeinsam mit anderen Optionen. Denn wenn die Depression stärker wird, ist ein einziger Behandlungsansatz meist nicht genug. Das größte Potenzial von Kakao sehe ich darin, eine stärkere Depression abzuwenden.

Wie würdest du Depressionen mit deinen Worten beschreiben und welche sind die bekanntesten Formen?

Aus medizinischer Perspektive sprechen wir von einer Depression, wenn eine Störung oder ein Problem vorliegt, das einen Menschen so sehr beeinflusst, dass sie oder er den Alltag nicht mehr normal beschreiten kann. Klinisch gesehen liegt erst in diesem Fall eine Depression vor. Bevor sie jedoch so schwerwiegend wird, gibt es viele mildere Formen und Vorstufen von Depressionen. Üblicherweise empfinden betroffene Personen keine Freude mehr. Es kann kein Glück mehr gespürt werden und manchmal wird der Grund zum Leben nicht mehr gesehen. Selbst Dinge, die einem früher Freude bereitet haben, lösen kein Gefühl mehr in einem aus. Die Welt scheint grau. Wenn diese Melancholie stärker wird, kann es weiterhin zu Stressempfinden kommen. Da mit dem Stress nicht umgegangen werden kann, kommt es zu einem Angstgefühl. Einige Menschen versuchen aufgrund dieser Freudlosigkeit und Angst im Inneren das Glück im Außen zu finden. Dass man traumatisiert ist oder dass so viel Trauer empfunden wird und man dort nicht herauskommt, das sind alles verschiedene Formen von Depressionen und verschiedene Formen des Gefühls, nicht wirklich zu leben. 

Hierfür kann es verschiedene Gründe geben. Einer ist, dass der Körper nicht ausreichend Neurotransmitter, Hormone und Enzyme produziert, um sich gut zu fühlen. Dies ist bei saisonaler Depression meistens der Fall. Aufgrund fehlender Sonne bekommen wir im Winter weniger Vitamin D, das sehr wichtig ist für die Produktion von Enzymen und Hormonen. Auch durch eine unausgewogene Ernährung kann es zum Mangel an wichtigen Nährstoffen kommen. Vitamin B3 spielt beispielsweise ebenfalls eine wichtige Rolle, um gewisse Neurotransmitter zu stimulieren. Einige Menschen haben Depressionen aufgrund von Lebensereignissen. Bei anderen Personen sind sie erblich bedingt, da gibt es Depressionen bereits seit Generationen in der Familie, sodass sie die Krankheit bereits in ihrer DNA tragen. Weiterhin können Frauen nach der Geburt Postpartale Depressionen bekommen. Während der Schwangerschaft bildet der Körper so viele Hormone und Neurotransmitter, deren Level durch die Geburt wieder stark herabsinkt. Wenn du einen solchen Grund für die Depression erkennst, weißt du, dass sie eine Phase oder saisonal bedingt ist. Dann gibt es auch noch Menschen, die das Leben nicht hassen, aber sie genießen es auch nicht wirklich. Sie überleben einfach. Diese Formen von Depression, auch in Kombination mit Stress und Angst, sind die Formen, die einfacher zu heilen sind und wo es leichter zu verstehen ist, was gebraucht wird. Wenn diese Formen von Depressionen allerdings nicht behandelt oder geheilt werden, können sie sich zu schwereren Formen entwickeln wie psychotische Depressionen, wo man an einer Psychose leidet und den Bezug zur Realität verliert. Diese Form der Depression ist sehr stark.

Medizinisch wird den Menschen so wenig geboten. Das habe ich realisiert, als ich Medizin studiert habe. Ich sehe so viele Wege, Menschen zu helfen. Und ich habe mich gefragt, warum es in der medizinischen Welt so wenige Möglichkeiten gibt. Die ganze Thematik wird ein wenig an den Rand gedrängt, als wäre sie nicht so wichtig.

Ich denke es ist einfacher, mit den milderen Arten von Depressionen zu arbeiten und eine Veränderung zu erzielen als bei stärkeren Formen wie bipolare, psychotische und wiederkehrende Depressionen. Diese sind schwieriger zu behandeln. Was ich realisiert habe ist, dass wenn du eine Wunde hast und ihr keine Aufmerksamkeit widmest und sie nicht heilst, sondern sie größer werden lässt, wird es schwieriger, sie zu heilen. Wenn die Wunde noch kleiner ist und du bereits anfängst, etwas zu unternehmen, hast du mehr Chancen. Hierzu müssen sich die Menschen jedoch bewusst werden, dass sie etwas haben. Genau wie andere mentale Probleme sind Depressionen jedoch oft ein Tabu. Menschen wollen nicht zugeben, dass sie Depressionen haben, sie wollen nicht darüber sprechen, sie behaupten, es wäre alles normal und hoffen, dass die Depression von alleine wieder verschwindet. Auch, weil das die Art und Weise ist, wie unsere Gesellschaft heute ist. Deshalb warten die Menschen zu lange, bis sie tatsächlich etwas unternehmen. Der Grund, warum Antidepressiva verabreicht werden, ist, dass die Menschen der medizinischen Welt es nicht besser wissen. Sie haben nicht viele Optionen. Sie wissen nicht so recht, was sie dagegen tun sollen. Es ist ein veraltetes System. Es ist wirklich an der Zeit, nach mehr Wegen zu suchen, um Menschen mit Depressionen zu helfen. Es gibt so viele Dinge, die man tun kann, man muss nur wissen, dass es sie gibt und dass sie wirklich helfen können. 

Wie ich es verstanden habe, kann Kakao eher als Prävention dienen, ist das richtig?

Ja, ich denke genau dafür ist er super. Er wirkt definitiv als eines der besten Mittel zur Prävention. Kakao ist ein Superfood mit so vielen wertvollen Inhaltsstoffen, die bei Depressionen und ihrer Prävention hilfreich sein können. Vor allem im zeremoniellen Setting kann man so schön sehen, wie Kakao als Medizin wirkt. Dies ist der Grund, warum ich allen Menschen zunächst immer einmal empfehle, zu einer Kakaozeremonie zu gehen und selbst zu erfahren, ob Kakao für die Person funktioniert oder nicht. Im richtigen Umfeld und mit der richtigen Einstellung und Intention kann man sehen, wie kraftvoll Kakao sein kann. Im zeremoniellen Setting ist man besonders empfänglich für die Wirkung. Außerdem unterstützt Kakao generell dabei, die Stimmung aufrechtzuerhalten. Tryptophan ist eine der besonderen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, ihn aber dabei unterstützen, Neurotransmitter, Enzyme, Hormone und Proteine herzustellen. Diese dienen wiederum der Produktion von Melatonin und Serotonin, die für eine gute Stimmung wichtig sind. Tryptophan ist jedoch nur einer der vielen wertvollen Inhaltsstoffe im Kakao. Von mir also ein klares ‘Ja’ zur Prävention und der Unterstützung bei milderen Depressionen. 

Würdest du sagen, dass Kakao bei leichteren Formen von Depressionen eine Alternative zu Medikamenten wie Antidepressiva sein kann?

Meiner persönlichen Ansicht nach funktionieren Antidepressiva in einigen Fällen, doch wie mit jeglicher Medizin ist es auch hier sehr personenbezogen. Was für einige Menschen funktioniert, funktioniert für Andere nicht. Ich denke, hier liegt heutzutage das Problem in der medizinischen Welt. Es wird die gleiche Medizin für jede Person verwendet und dann sind wir verwundert, warum sie nicht für alle Menschen gleichermaßen funktioniert. Jeder Mensch ist individuell, benötigt und verträgt beispielsweise unterschiedliche Nahrungsmittel. Mit der Medizin und mit Antidepressiva ist es nicht anders. In einigen Fällen mögen sie funktionieren, aber in vielen Fällen helfen sie nicht und können viele Nebenwirkungen verursachen. Dies ist das Problem, wenn nur ein kleiner Teil einer Medizin isoliert wird und eine Tablette daraus hergestellt wird. Eine bestimmte Wirkungsweise mag dadurch sehr stark werden, doch es fehlt an dem ganzheitlichen Zusammenspiel mit den weiteren, natürlich enthaltenen Inhaltsstoffen. Dies ist die Schönheit von Kakao, denn er enthält nicht nur Anandamid oder Tryptophan oder MAO-Hemmer. Er enthält all diese verschiedenen Substanzen, die in verschiedenen Teilen des Körpers auf unterschiedliche Weise arbeiten. In Antidepressiva ist sehr oft nur ein Wirkstoff enthalten. Es reduziert die Wiederaufnahme einiger Neurotransmitter im Gehirn oder regt die Produktion von bestimmten Neurotransmittern an. Während dieser Anstieg in einigen Bereichen des Körpers vorteilhaft ist, hat es an anderen Stellen mehr Nebenwirkungen und kann Probleme verursachen. Kakao, und das gilt auch für viele andere Medizinpflanzen, erzwingt nichts. Er wirkt und wird auch einige der Effekte mit sich bringen, die Antidepressiva haben, doch er bietet gleichzeitig viel mehr. Dies ist der Grund, warum er prima bei milderen Arten von Depressionen helfen kann, bevor man an einem Punkt angelangt, an dem das Wiederumkehren sehr schwer wird. Kakao unterstützt den Körper auf so vielfältige Art und Weise. In dieser Hinsicht denke ich, dass er eine sehr gute Alternative zu Antidepressiva sein kann. Sie sind dennoch nicht die gleiche Substanz. Kakao ist in gewissen Situationen eine Alternative, in anderen Situationen braucht es nebenbei jedoch noch mehr. Genau wie Antidepressiva löst Kakao allein nicht das Problem. Um ehrlich zu sein, wissen wir heutzutage nicht einmal, ob Antidepressiva überhaupt irgendetwas lösen. Dabei werden Menschen ihr Leben lang auf Antidepressiva gehalten. Ich denke, diese Medikamente können helfen, wenn Menschen eine wirklich schlechte Episode haben oder sie in einem Zwischenschritt genutzt werden, um zu versuchen, etwas aufzuhalten. Beispielsweise wenn eine Person psychotische Depressionen hat, wirklich ihr Leben beenden möchte und massive Schwierigkeiten hat, zurück in die Realität zu finden. In einem solchen Fall können Antidepressiva ihren Job machen, aber eine Person ihr ganzes Leben lang auf Antidepressiva zu halten und nicht zur Wurzel des Problems zu gehen, löst keine Probleme. Antidepressiva sind eine Option in der medizinischen Welt, aber ich denke, wir müssen wirklich alternative Wege finden, mit diesen Problemen umzugehen. Und ja, Kakao ist eine alternative Möglichkeit und zusammen mit Therapien oder anderer Medizin kann er sehr gut helfen.

Du hast erwähnt, dass Kakao ganzheitlicher wirkt als herkömmliche Pharmazeutika und dass es gleichzeitig wichtig ist, zur Wurzel des Problems von Betroffenen durchzudringen. Würdest du sagen, dass Kakao dabei helfen kann?

Ja! Kakao ist ein Herzöffner, so kennen wir ihn. ‘Herzöffnung’ bedeutet, dass er dabei hilft, sich zu verbinden, eine höhere Perspektive einzunehmen und das Gesamtbild besser zu verstehen. Wir tragen diese Fähigkeit in uns und durch die Einnahme gewisser Substanzen und Medizin können wir mehr sehen und verstehen von einem Standpunkt der Liebe aus. Kakao ist eine dieser Substanzen, die uns auf diese Weise dabei helfen kann, unsere Probleme und Interaktionen besser zu verstehen. Depressionen sind oft ein soziales Problem, resultierend daraus, sich nicht akzeptiert oder gesehen zu fühlen. Oftmals liegt ein tiefes Trauma vor. Solange wir keine Wege finden, mit diesem Trauma zu arbeiten und sich beginnend beim Auslöser anzuschauen, haben wir große Schwierigkeiten, etwas zu heilen. Wir können etwas einnehmen, um so zu tun, als ob nichts wäre oder um zu überleben. Aber wir wollen nicht nur überleben, wir wollen aufblühen und leben! Hierzu braucht es die Hilfe von medizinischen Pflanzen, die uns gegebenenfalls zu einem Ort in uns selbst führen können, den man alleine niemals erreicht hätte. Dies ist die Weise, auf die Kakao unterstützen kann.

Wenn ich nun Depressionen habe, beispielsweise dauerhafte, chronische Depressionen, wie oft sollte ich dann Kakao trinken – eher täglich oder eher phasenweise, je nach Wohlbefinden?

Zunächst einmal hängt dies von der Art von Depression ab, die man hat. Zweitens spielt auch die Therapie eine Rolle und was sonst noch unternommen wird neben der Verwendung von Kakao. Weiterhin kommt es darauf an, wie sensitiv man als Person auf Kakao ist. Besonders die aktuelle Verfassung ist hier sehr ausschlaggebend. Wenn man eine schlechte Episode hat und mehr Therapie benötigt, wird man auch mehr Kakao brauchen, als wenn man sich gerade in ruhigerem Gewässer befindet und ihn zur Prävention nutzen möchte, um nicht in depressive Zustände zu gelangen. Abhängig hiervon würde man differenzieren, wie viel Kakao man trinkt, in welchem Zustand und in welcher Umgebung. Die zahlreichen Menschen, die im Winter an saisonaler Depression leiden, könnten in dieser Zeit beispielsweise regelmäßig Kakao nutzen,  um sich besser zu fühlen und die Chancen zu reduzieren, in eine größere Depression zu verfallen.

Da Kakao unter anderem auch Koffein und Theobromin enthält, welche die Herzfrequenz erhöhen, sollten besonders sensible Personen vorsichtig sein, nicht zu viel Kakao zu konsumieren. In diesem Falle würde das Gegenteil von dem Erwünschten erreicht werden; man wird ängstlicher oder erfährt andere Nebenwirkungen. Deshalb sollten nie mehr als 40 g Kakao pro Tag zu sich genommen werden. Für sehr sensible Personen können bereits ein oder zwei Tassen Kakao pro Woche mit entsprechender Integrationszeit viel bewirken. Wenn man weniger sensibel ist, mag man eine tägliche Dosis Kakao benötigen und ab und an eine Zeremonie besuchen. 

Eine Empfehlung zum Konsum von Kakao hängt also davon ab, was gerade bei der Person los ist. Das tägliche Trinken von Kakao kann es erleichtern, den Alltag zu beschreiten. Wenn man jedoch tiefer gehen möchte, würde man dies in Kombination mit einer Therapie machen. Oder man nutzt Kakao in einem zeremoniellen Raum, in dem eine Intention gesetzt wird, wodurch der Kakao gezielter und tiefer wirken kann.

Ich denke, man sollte also individuell und gemeinsam mit einer Fachperson; einer PsychologIn, einer DoktorIn oder einer KakaoexpertIn schauen, was einer Person in ihrer aktuellen Verfassung gut tut. In der gemeinsamen Zusammenarbeit mit einer Fachperson wird es immer eine Möglichkeit geben, herauszufinden, auf welche Art und Weise die Arbeit mit Kakao möglich ist.

Ich persönlich bin sehr sensibel auf Kakao, merke ihn nach dem Trinken sehr schnell und spüre auch deutlich, wenn das ‘Kakao-High’ dann einige Stunden später wieder abflacht. Ich denke, dass Antidepressiva im Vergleich konstanter über den Tag hinweg wirken, richtig? Können die Schwankungen des Hormonlevels über den Tag hinweg in diesem Sinne ein Problem darstellen?

Es kommt hier natürlich darauf an, zu welcher Tageszeit man Kakao zu sich nimmt. Das Hormonlevel ist nicht konstant, sondern unterschiedlich zu verschiedenen Momenten. Zuerst einmal erfährt man diese Fluktuation auch durch Antidepressiva, jedoch auf eine andere Art. In gewisser Weise wirken sie zwar konstant, kurze Zeit nach der Einnahme allerdings am stärksten. Wenn das Antidepressivum beispielsweise am Morgen genommen wird, wird es die höchste Wirkkraft am Morgen haben. Die verringerte Wirksamkeit wird also auch hier im Laufe des Tages spürbar. Da Kakao eine natürliche Substanz ist, wirkt sie für einen kürzeren Zeitraum als pharmazeutische Antidepressiva. Der Höhepunkt der Wirksamkeit von Kakao wird schneller erreicht. Da Kakao Koffein und andere Stimulanzien enthält, sollte er am besten morgens oder tagsüber eingenommen werden, um den Körper so über den Tag hinweg mit Energie zu versorgen. Trinkt man ihn recht spät am Abend, kann er die Qualität des Schlafes beeinträchtigen, die für die Regeneration und Heilungsprozesse von großer Bedeutung ist. Wenn jedoch ab und an Zeremonien besucht werden, die oftmals am Nachmittag oder Abend stattfinden, stellt das auch kein Problem dar. Hat man den Kakao einmal zu späterer Tageszeit zu sich genommen, können bei Bedarf beruhigende Tees oder Kräuter helfen, den Körper vor dem zu Bett gehen zu beruhigen. Das ist das Schöne daran, dass Kakao eine natürliche Medizin ist. Sie hat sehr wenige Nebenwirkungen und ist sehr einfach mit anderen Pflanzen und Formen natürlicher Medizin zu kombinieren. In kleineren Dosen hat Kakao keine negativen Auswirkungen. Er kann sogar in der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden. Aufgrund des enthaltenen Koffeins und der anderen Stimulanzien sollte man zwar ein wenig vorsichtig sein, aber in angemessenen Dosierungen wird er seit tausenden von Jahren getrunken und soweit wir wissen, hat er immer mehr Gutes als Schlechtes getan. Wenn man eine Überdosis nimmt, kann es natürlich zu Nebenwirkungen wie Migräne und leichter Übelkeit kommen. In diesem Fall sollte die Dosis oder die Häufigkeit der Einnahme entsprechend angepasst werden. 

Um noch einmal zu der anfänglichen Frage zurückzukommen: Ja, die Fluktuationen sollten bedacht werden. Deshalb ist es wichtig, individuell herauszufinden, wie eine Person auf den Kakao reagiert, sodass die optimale Dosis und der perfekte Einnahmezeitpunkt individuell bestimmt werden können.

Was würdest du sagen, hilft außer Antidepressiva sehr gut gegen Depressionen?

Entheogene Pflanzen und Pflanzenmedizin waren lange Zeit illegal wegen des ‘War on drugs’. In der modernen Welt von heute wissen wir, dass dies der einzige Grund für das Verbot war. Es wird wieder mehr geforscht und diese Pflanzen tauchen wieder als eine mögliche Option auf. Das Problem ist, dass uns gesagt wurde ‘Hier, nimm eine Tablette und sie wird dein Problem lösen’. Wenn es jedoch eine Sache gibt, die das Problem einer Depression nicht lösen wird, dann ist es ein einfaches ‘Hier, nimm deine Tablette’. Es ist wirklich schwierig, Verletzungen und Traumata zu heilen. Es braucht viel Aufmerksamkeit. Es gibt so viele verschiedene Pflanzen. Einige unterstützen dein Immunsystem, andere wirken beispielsweise auf dein Nervensystem und beruhigen dich. Dies ist tatsächlich eines der größten Probleme: wir leben schnelllebig und sind permanentem Stress ausgesetzt, wodurch wir viele Hormone und Neurotransmitter brauchen. Gleichzeitig nähren wir uns nicht mit neuen Bausteinen, um diese wiederherzustellen. In diesem Sinne ist die Ernährung sehr wichtig, ebenso wie körperliche Aktivität. Auch Therapien mit entheogenen Pflanzen und Pflanzenmedizin wie Psilocybin oder sogar Ayahuasca oder DMT und andere, weniger bekannte wie Kakao und Blauer Lotus können einen großen Einfluss haben. Es liegt ganz daran, was gut mit deinen Bedürfnissen und deinem Körper resoniert. Johanniskraut und Baldrianwurzel können ebenfalls sehr effektiv sein. Weiterhin sind natürlich auch Therapien wie Sprachtherapien wichtig. Weiterhin ist Atemarbeit wunderbar, vielen Menschen jedoch noch unbekannt. Durch gewisse Atemtechniken können Traumata hervorgeholt werden, sodass man mit ihnen arbeiten kann. Um zu der Wurzel des Problems zu gelangen, ist Atemarbeit eine tolle Methode. Dann sind Praktiken wie Yoga und letztlich der ganze Lebensstil von Bedeutung. Wenn man etwas verändern möchte, muss man sich selbst verändern. Viele Menschen realisieren nicht, dass es viele Optionen gibt. Das Spektrum an Möglichkeiten ist jedoch sehr groß. Therapie an sich ist ebenfalls für viele Menschen noch immer ein Tabu, doch es wird zum Glück immer mehr akzeptiert. Wenn du jedoch in Therapie bist, glaube nicht, dass die Therapie allein oder eine Tablette allein genügt, um das Problem zu lösen. Nein, es ist ein Mix von alldem. Es ist viel ‘trial and error’ herauszufinden, was für dich funktioniert. Und je schwerwiegender dein Problem, umso mehr Versuche wirst du unternehmen. Dies ist in der Medikamentation jedoch nicht anders. Wenn beispielsweise ein Präparat verschrieben wird, wird das erste vermutlich nicht funktionieren. Einige Menschen probieren über Jahre verschiedene Medikamente aus in der Hoffnung, dass sie irgendetwas besser fühlen lassen wird. Dann gibt es auch noch Elektroschock-Therapie. Wenn keine Medikamente anschlagen, wird diese Therapieform in der Medizin gegen Depressionen angewandt. Es kann funktionieren, doch gleichzeitig beschädigt diese Form das Gehirn. Das größte Problem liegt wirklich darin, dass die Menschen nicht mehr wissen, wo sie noch nach Lösungen suchen sollen. Es mag sein, dass Elektroschock-Therapie oder Antidepressiva wirken, aber dann gibt es auch magische Substanzen wie Psilocybin, die neue neuronale Verbindungen schaffen und dem Gehirn helfen zu heilen, anstatt es zu beschädigen. Ich sage nicht, dass die eine Form richtig ist und die andere falsch. Es kommt immer darauf an, was dem Menschen persönlich helfen kann. Doch es gibt viele verschiedene, natürliche Alternativen zu diesen herkömmlichen Behandlungsmethoden.

Magst du einen Überblick über die verschiedenen Formen von Antidepressiva geben? Welches wird am häufigsten eingesetzt und welche Substanzen befinden sich darin?

Es gibt in etwa sechs verschiedene Arten von Antidepressiva, die in der medizinischen Welt genutzt werden. Am häufigsten werden SSRIs und MAO-Hemmer eingesetzt. SSRIs sind Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und MAO-Hemmer zügeln die Aktivität von Enzymen mit dem Namen MAO. Dann gibt es noch Tsr’s oder Tsa’s, dies ist eine ältere Form, die verabreicht wird, wenn keine der anderen Arten Wirkung zeigt. Und dann gibt es noch NRI’s, NaSSA’s und SNaRIS’s. Alle von ihnen funktionieren tatsächlich auf ähnliche Weise. Sie wirken im Gehirn und stoppen gewisse Neurotransmitter, das sind kleine Partikel, die entscheidend für das Wohlbefinden, die emotionale Wahrnehmung, das körpereigene Belohnungssystem und körperliche Aktivität sind. Antidepressiva enthalten einen isolierten Stoff, der verhindert, dass diese Neurotransmitter abgebaut werden. Serotonin ist beispielsweise einer der meist bekannten Neurotransmitter. Wir brauchen es, um uns gut zu fühlen, Glück und Liebe zu empfinden. Medizin wie Kakao erhöht den Anteil des hergestellten Serotonins. Chemische Medikamente stoppen die Wiederaufnahme gewisser Neurotransmitter oder sie hemmen die Aktivität des abbauenden Stoffes MAO, sodass produziertes Serotonin oder Dopamin  länger im Körper bleibt.

In gewissen Teilen des Körpers ist dieser erhöhte Spiegel positiv. Im Gehirn sorgt er dafür, dass man sich gut fühlen kann. In anderen Teilen des Körpers kann zu viel dieser Stoffe jedoch zu Nebenwirkungen wie Zittrigkeit und Ängstlichkeit führen, das Herz zu schnell schlagen lassen und die Aktivität der Fortpflanzungsorgane herabsetzen. Dies ist das Problem an der Sache: Antidepressiva wirken nicht nur im Gehirn, sondern im ganzen Körper. Sie haben viele Nebenwirkungen und können den Körper negativ beeinträchtigen. Dies ist die Gefahr. Wir wissen oft nicht, welche ganzheitlichen Auswirkungen es hat, einen isolierten Stoff in so hoher Menge einzunehmen.

Wenn die Substanz direkt aus der Natur kommt, weiß man, sie ist ganzheitlich. Kakao enthält ebenfalls MAO-Hemmer, die den Anteil an Serotonin im Körper erhöhen. Gleichzeitig versorgt er den Körper aber mit Energie, sodass diese Wirkung direkt in Aktivität umgesetzt werden kann. Dann enthält Kakao noch eine Substanz, die das Herz und die Lungen öffnet, sodass Dinge, die sich zeigen, besser losgelassen werden können. Und diese Ganzheitlichkeit gibt es bei einer isolierten Substanz nicht, weshalb solche Medikamente nicht zu jeder Zeit und nicht für jede Person funktionieren. 

Wenn eine Person Antidepressiva oder Johanniskraut einnimmt, gibt es irgendwelche Empfehlungen, in diesem Fall keinen Kakao zu nutzen? 

Verzicht ist ein großes Wort, denn wie bereits erwähnt, ist Kakao nicht aggressiv in der Wirkung, sondern sehr mild und liebevoll. Aber wenn man Antidepressiva oder andere Substanzen mit MAO-Hemmern einnimmt, kann dies ein Problem für den Körper darstellen. Es kann zu mehr Nebenwirkungen kommen und die Wirkung der Antidepressiva noch erhöhen. Sehr oft gibt es Interaktionen zwischen ähnlich wirkenden Medikamenten. Statt komplett auf Kakao zu verzichten, würde ich betroffenen Personen immer empfehlen, das Gespräch mit Menschen zu suchen, die bereits seit langer Zeit mit Kakao arbeiten und wissen, wie man vorsichtig beginnt. Da wir nicht wissen, wie der Körper reagieren wird, sollte immer mit einer kleinen Dosis begonnen werden. Wenn das gut funktioniert, kann man ein wenig erhöhen und schauen, welche Dosis für die Person individuell gut funktioniert. Wenn man bereits Medikamente einnimmt, sollte man sich auf jeden Fall definitiv nicht alleine ausprobieren, sondern immer die Unterstützung durch erfahrene ExpertInnen suchen. Generell ist Kakao eine der sichersten Arten von Medizin, die es gibt. Dies gilt für die meisten Menschen, doch wie bei allen Dingen muss dies nicht für jede Person gelten. Je nach dem, wer man ist, wie es einem geht und wie sensitiv man generell ist, sollte langsam und unter Anleitung geschaut werden, ob Kakao für einen funktioniert.

Würdest du sagen, dass Johanniskraut so wirkt wie andere Antidepressiva?

Ja, in gewisser Weise schon. Es wirkt in denselben Bereichen wie Antidepressiva und sorgt für einige gleiche Interaktionen. Gleichzeitig birgt es dadurch auch einige gleiche Gefahren. Auch, wenn Johanniskraut komplett natürlich ist, sollte man hiermit ein wenig vorsichtiger sein, denn es interagiert mit anderen Medikamenten oder Substanzen. Auch in Kombination mit Kakao sollte man bedacht vorgehen, um den Körper nicht mit zu vielen MAO-Hemmern zu überfordern. Wenn man zu viel Serotonin im Körper hat und es nicht abgebaut wird, kann es zu einem sogenannten Serotonin-Syndrom kommen. Dies kann sehr gefährlich sein und den Körper und das Gehirn bei Nichtbehandlung beschädigen. Da Johanniskraut einen Einfluss auf den Serotoninspiegel nimmt, sollte dem Körper nicht zu viel zugefügt werden, sodass er keinen Schockzustand erfährt. Dennoch kann Johanniskraut Menschen helfen und eine gute Alternative zu chemischen Antidepressiva darstellen. Man sollte immer bedacht sein, welche Substanzen man in welcher Menge nutzt und bei Veränderungen langsam vorgehen, um die Reaktion des Körpers frühzeitig wahrzunehmen.

Kennst du eine Person, die mildere Depressionen hatte und sie mithilfe von Kakao heilen konnte?

Ja, ich kenne tatsächlich einige Menschen, denen Kakao mit ihrer Depression oder während schwieriger Episoden geholfen hat. Mein Partner hat ebenfalls depressive Episoden. Kakao hilft ihm dabei, zum Grund dessen zu kommen, was in ihm vorgeht. Kakao unterstützt dabei, Emotionen hervorzuholen und sie zu fühlen. Meinem Partner hilft er außerdem dabei, sich selbst mehr zu lieben, die Situation zu akzeptieren und zu verstehen. Kakao ist für ihn ein liebevoller Begleiter, der ihn in seinem Prozess begleitet. Anderen Menschen hilft bereits körperliche Bewegung oder Tanzen. Hier können verschiedene Ansätze jedoch auch prima zusammen wirken, beispielsweise ein Tanzevent oder ein Ecstatic Dance in Kombination mit Kakao. Während des Kakaotrinkens kann eine Intention gesetzt werden, der Körper wird geöffnet und darauf vorbereitet, durch die Bewegung ins Loslassen und Abgeben zu kommen. Außerdem werden durch die körperliche Aktivität ebenfalls Hormone ausgestoßen, die einen besser fühlen lassen. Weiterhin kann die Integration von Kakao in Therapiesitzungen die Wirksamkeit stark erhöhen. 

Ich kenne so viele Menschen, denen Kakao auf diese Weise mit ihren Depressionen helfen kann oder sie dabei unterstützt, den Weg aus depressiven Gefühlswelten herauszufinden.

Das Schöne an Kakao ist, dass er einen hohen Gehalt an Eisen, Magnesium, Vitaminen und anderen Elementen hat, die wir für Wohlbefinden benötigen und für gewöhnlich über Nahrungsergänzungsmittel einnehmen würden. Selbst, wenn Kakao keine andere Wirkung auf den Körper hätte durch anregende Inhaltsstoffe wie Koffein oder Theobromin; allein die Nährstoffe können dafür sorgen, sich besser zu fühlen. Ich empfehle Kakao vielen Menschen in meiner Umgebung und er konnte bereits auf vielfältige Weise helfen, im Großen und im Kleinen. 

Gibt es vielleicht noch andere legale Pflanzen, die in Kombination mit Kakao eine stimmungsaufhellende Wirkung haben und nicht schädlich für den Körper sind?

Oh ja, es gibt tatsächlich ziemlich viele! Es gibt viele stimmungsaufhellende Kräuter, von denen viele Menschen nichts wissen. Kamille, Lavendel, Zitronenmelisse und Blauer Lotus wirken beispielsweise beruhigend auf das Nervensystem und haben in Kombination mit Kakao einen tollen Effekt auf das Wohlbefinden. Aus diesen Kräutern kann man wunderbar einen Tee herstellen, der als Flüssigkeit für den Kakao dienen kann. Auch Rose harmoniert super mit Kakao. Sie hat ebenfalls eine herzöffnende Wirkung und regt die Produktion von Serotonin an. Rose ist jedoch sehr mild, sehr natürlich. Es macht tatsächlich sehr viel Spaß zu schauen, welche Kräuter sich gut mit Kakao kombinieren lassen und welche einem gefallen. 

Im zeremoniellen Umfeld mag ich die Kombination von Rose und Blauem Lotus mit Kakao sehr gerne. Damals wurde Blauer Lotus als Stimulans verwendet, als Pflanzenmedizin mit einer sehr weiblichen Energie, die das Herz öffnet und den Körper entspannt. Blauer Lotus wirkt vergleichsweise stärker als andere Kräuter, ist aber absolut legal. Wird er mit Kakao kombiniert, wirkt er entspannend, aber versorgt den Körper gleichzeitig mit Energie. Eine sehr schöne Kombination, die wunderbar funktioniert. Anstelle eines Tees kann man auch gut eine Tinktur herstellen, wobei die Inhaltsstoffe der Blüten extrahiert und konzentriert werden. Davon braucht es lediglich einige Tropfen, die man in den Kakao hinein tröpfeln kann.

Auch eine Vielzahl medizinischer Pilze funktioniert hervorragend mit Kakao. Reishi beispielsweise ist ein Adaptogen, das sehr gut für das Immunsystem ist und auch gut über längere Zeit eingenommen werden kann. Reishi wird sogar als ‘König der Unsterblichkeit’ bezeichnet und hat in China eine lange Tradition als Heilpilz. Sein leicht nussiger Geschmack verleiht dem Kakao zudem noch ein tolles Aroma. Mit der Unterstützung dieser verschiedenen Heilpflanzen, die dann auch noch lecker sind, kann man sich eine eigene kleine Party aus dem Heilungsprozess machen.

Wie könnte eine Psychotherapie mit Kakao aussehen? 

Das liegt ganz daran, welche Form von Psychotherapie benötigt wird und in welchem Ausmaß. Was wunderbar funktioniert, ist die Kombination mit einer Sprachtherapie. Kakao hilft dabei, in einen ruhigen, herzoffenen Zustand zu kommen, in dem es leichter ist, zum Problem durchzudringen. Auch gemeinsam mit somatischer Therapie oder Körpertherapie kann Kakao eingesetzt werden. Heutzutage wissen wir, dass viele Traumata im Körper gespeichert werden. Es gibt viele Therapieformen, diese zu lösen und loszulassen. Holotropes Atmen oder andere Atemtechniken helfen ebenfalls, Themen hervorzuholen. Durch die Kombination dieser Atemarbeit mit Kakao kann man auf ein tieferes Level in der Therapie gelangen und das gesetzte Therapieziel wird schneller erreichbar. Je nach Problem würde man schauen, welche Therapie die betroffene Person wie unterstützen kann. In die Natur zu gehen wird beispielsweise ebenfalls eine immer bekannter werdende Therapieform. Stell dir vor, in die Natur zu gehen, nachdem du einen Kakao getrunken hast und anschließend Atemübungen zu machen.. das würde definitiv helfen, dein Ziel zu erreichen, was auch immer es ist. 

Kakao kann sowohl im klinischen Setting als auch bei alternativen Therapieformen integriert werden. Es gibt ein paar Studien zu Kakao und Depressionen oder zur Therapie/Behandlung von Angst und Stress, aber die Leute wollen immer mehr Forschung und wollen Beweise. Es ist also wichtig, dass die Ärzte und klinischen Fachleute sich öffnen und bereit dazu sind, Kakao in der Behandlung von Depressionen auszuprobieren und sein Potenzial zu erfahren.

Wenn Menschen sich sicher fühlen, alternative Möglichkeiten auszuprobieren, hilft das der Funktionsweise des jeweiligen Ansatzes. Das ist die Sache mit dem Verstand. Für die Wirksamkeit jeglicher Behandlungsformen ist es super wichtig, dass wir uns sicher fühlen und das Gefühl haben, das Richtige für unseren Körper zu tun. Wenn man nicht an die Wirkungsweise von etwas glaubt und es trotzdem tut, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es nicht funktionieren wird. Um zu heilen, muss man überzeugt sein und mit dem ganzen Herzen dabei sein. Man muss daran glauben.

[instagram]

Veröffentlicht
27 Februar, 2023

Autor
Eva & Elias

Lesedauer
15 Minuten

Weiterlesen

Kakao & Depressionen

Kakao & Depressionen

Kakao ist ein wahrer Muntermacher

Wie bereits in vorherigen Blogartikeln geschildert, ist Kakao ein wahrer Muntermacher. Nicht zu Unrecht wird ihm nachgesagt, dass er Licht in trübe Tage bringen und dem Herzen wieder wohlige Wärme schenken kann. Verschiedene Inhaltsstoffe sorgen dafür, KonsumentInnen ein rundum Wohlgefühl zu bescheren, während Sorgen und Ängste verblassen. Aufgrund dieser besonderen Gabe des Kakao haben wir uns gefragt, inwiefern er Menschen in depressiven Phasen oder mit Depressionen als natürliche, pflanzliche Unterstützung dienen kann. Immer wieder hört und liest man, dass beim Konsum von Kakao Vorsicht geboten ist, wenn bereits medizinische Präparate eingenommen werden. Ein hoch spannendes Themenfeld, welches jedoch vielen Personen undurchsichtig erscheint und deshalb oft gemieden wird. Wir sind tiefer in die Thematik eingetaucht und haben das Gespräch mit einer Fachexpertin gesucht. Ceylo ist Ärztin mit besonderem Blick auf die ganzheitliche Gesundheit des Menschen und bringt zudem jahrelange Erfahrung mit dem Einsatz verschiedener Heilpflanzen zur Linderung von Krankheitssymptomen auf körperlicher und psychischer Ebene mit. Für sie selbst ist Kakao ein zentraler Lebensbestandteil, den sie ganz besonders schätzt.

Dieser Artikel bildet eine Zusammenfassung der wichtigsten Kernaussagen unseres Gespräches mit Ceylo ab. Die vollständige und ausführliche Verschriftlichung findest du hier.

Zum Gespräch mit Ceylo

Die Problematik des heutigen Umgangs mit Depressionen

Bereits während ihres Medizinstudiums stellte sich Ceylo immer wieder die Frage, warum PatientInnen mit psychischen Krankheiten so wenige Behandlungsoptionen geboten werden. Antidepressiva werden oftmals als einzige Möglichkeit der medikamentösen Unterstützung dargestellt. Den Grund hierfür sieht Ceylo darin, dass viele Menschen in der medizinischen Welt von keiner wirksamen Alternative zu dieser Medikation wissen. Für Ceylo ist der medizinische Umgang mit Depressionen heutzutage im Gesamten sehr veraltet. Es sei an der Zeit, nach neuen Wegen zu suchen, um Betroffenen zu helfen. Sie selbst sieht viele Wege, Depressionen zu behandeln. Problematisch ist es ihrer Meinung nach, dass psychische Krankheiten oft noch immer ein Tabuthema sind und Betroffene sich nicht eingestehen wollen, wenn sie betroffen sind. Statt nach Unterstützung zu suchen, verdrängen viele dieser Personen ihre Gefühle und hoffen, dass die Depressionen von allein wieder verschwinden. Sie betont, dass es neben einer bewussten Selbstwahrnehmung vor allem die frühzeitige Entscheidung brauche, Unterstützung anzunehmen, sodass die Depression bereits in einem frühen Stadium behandelt und ihre Verschlimmerung abgewendet werden kann.

Depressionen – Ein Begriff mit großem Bedeutungsspektrum

Als Einstieg in unser gemeinsames Gespräch über die Thematik Kakao und Depressionen wollten wir zunächst einmal wissen, was genau Ceylo unter dem Begriff Depressionen versteht und baten sie um eine Definition. Auf diese Frage machte sie zuerst einmal darauf aufmerksam, dass ‚Depressionen‘ ein sehr weiter Begriff ist, der oftmals nicht genügend differenziert wird. Sie erzählt, dass es viele Formen von Depressionen und ihren Schweregraden gibt. Einerseits gibt es mildere Arten wie saisonale Depressionen oder postpartale Depressionen, die für kürzere Episoden auftreten. Diese Formen seien am besten vorzubeugen und zu behandeln. Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es stärkere Formen von Depressionen wie bipolare Störungen, psychotische Depressionen oder klinische Depressionen, die sich über Jahre hinweg erstrecken können. Aus medizinischer Perspektive spreche man von einer Depression, wenn eine Störung oder ein Problem vorliegt, das einen Menschen so sehr beeinflusst, dass sie oder er den Alltag nicht mehr normal beschreiten kann. Dennoch gäbe es viele mildere Formen und Vorstufen. Üblicherweise empfinden Betroffene kein Glück mehr und verlieren das Gefühl der Freude und Sinnhaftigkeit am Leben. Bei stärkeren Depressionen können Stressempfinden und daraus resultierende Ängste auftreten. Damit solche schweren Formen vermieden werden können, sei eine frühzeitige Behandlung sehr wichtig.

Ceylo nennt verschiedene Gründe für Depressionen. Zum einen kann es sein, dass der Körper nicht genügend Neurotransmitter, Hormone und Enzyme produziert, damit man sich gut fühlt. Weiterhin kann eine unausgewogene Ernährung zu einem Nährstoffmangel führen, der Gleiches bewirkt. Andere Gründe können bestimmte Lebensereignisse (z.B. die starke Absenkung des Hormonspiegels nach einer Geburt) oder -phasen (z.B. ein durch zu wenig Sonnenlicht entstehender Vitaminmangel) sein . Darüber hinaus erklärt sie, dass Depressionen auch erblich bedingt sein können und somit über Generationen hinweg im Erbgut gespeichert werden können.

Antidepressiva als konventionell genutztes Pharmazeutikum

Als konventionelles Arzneimittel gegen Depressionen sind Antidepressiva weit bekannt und werden vielfach eingesetzt. Wir baten Ceylo um eine Stellungnahme zu diesem recht ‘konventionellen’ Umgang mit Depressionen. Sie ist der persönlichen Meinung, dass Antidepressiva in einigen Fällen funktionieren können, dies sei jedoch sehr personenbezogen. Ein generelles Problem sei es heutzutage, dass davon ausgegangen wird, jede Medizin würde bei allen Menschen gleich wirken.

Weiterhin macht Ceylo auf die vielen Nebenwirkungen von Antidepressiva aufmerksam, die darin begründet sein, dass diese Medikamente aus nur einem extrahierten und isolierten Wirkstoff bestehen. Dieser Wirkstoff sorgt entweder dafür, die Wiederaufnahme einiger Neurotransmitter im Gehirn zu reduzieren, oder er regt die Produktion von bestimmten Neurotransmittern an. Es kann zwischen circa sechs verschiedenen Arten von Antidepressiva unterschieden werden, die in der medizinischen Welt genutzt werden. Am häufigsten werden SSRIs und MAO-Hemmer eingesetzt. SSRIs sind Serotonin- Wiederaufnahmehemmer, während MAO-Hemmer die Aktivität von Enzymen mit dem Namen MAO zügeln. Weitere Arten sind Tsr’s, Tsa’s, NRI’s, NaSSA’s und SNaRIS’s. Alle von ihnen funktionieren auf ähnliche Weise. Sie wirken im Gehirn und stoppen den Abbau gewisser Neurotransmitter, die entscheidend für das Wohlbefinden, die emotionale Wahrnehmung, das körpereigene Belohnungssystem und körperliche Aktivität sind. Einer der bekanntesten dieser Neurotransmitter ist Serotonin, das für die Empfindung von Glück und Liebe sorgt. Der gezielte Anstieg des Spiegels dieser Botenstoffe könne in einem bestimmten Teil des Körpers eine gewünschte Wirkungsweise erzielen, doch es fehle an einem ganzheitlichen Zusammenspiel mit weiteren Stoffen, die komplementär in anderen Körperbereichen wirken. Dadurch könne das ‚mehr‘ an Neurotransmittern in anderen Bereichen des Körpers zu mehr Nebenwirkungen führen und Probleme verursachen. Während ein höherer Serotoninspiegel beispielsweise im Gehirn für mehr Wohlbefinden sorgt, kann er gleichzeitig Ängstlichkeit und Zittrigkeit auslösen, den Herzschlag erhöhen und die Aktivität der Fortpflanzungsorgane herabsetzen.

Ceylo erkennt den Wert von Antidepressiva darin, in wirklich schwierigen Episoden als Übergangslösung zu helfen und Menschen davon abzuhalten, sich etwas anzutun. Dennoch bezweifelt sie, dass diese Mittel wirklich irgendetwas lösen können, denn an die Wurzel des Problems einer Depression komme man durch die ausschließliche Verabreichung von Antidepressiva sicherlich nicht.

Kakao zur Prävention und Unterstützung bei Depressionen

Kakao ist ein Superfood mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen, die sich auf das Wohlbefinden auswirken und bei Depressionen und ihrer Prävention hilfreich sein können. Dies untermalte Fachexpertin Ceylo in unserem Gespräch immer wieder. Zum einen enthält Kakao Koffein und andere Stimulanzien, zum anderen liefert er viele Inhaltsstoffe wie Magnesium und Eisen, die sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Außerdem enthält er verschiedene stimmungsaufhellende Stoffe wie beispielsweise Tryptophan. Diese Aminosäure dient der Produktion von für das Wohlbefinden essentiellen Neurotransmittern, Enzymen, Hormonen und Proteinen, kann vom Körper jedoch nicht selbst hergestellt werden. Die herzöffnende Wirkung von Kakao macht sich in Ceylos Worten so bemerkbar, dass er dabei hilft, sich mit sich selbst und seinem Umfeld zu verbinden. Außerdem ermögliche er es, eine höhere Perspektive auf eine Situation einzunehmen. Die Fähigkeit, dieses ‘größere Bild’ zu erkennen, trage jeder Mensch bereits in sich. In gewissen Substanzen oder Medizin wie Kakao sieht sie das Potenzial, dem Menschen bei dieser Realisierung zu helfen und die eigene Situation aus liebender Perspektive zu betrachten. Vor allem im zeremoniellen Setting hat Ceylo bereits oft erfahren, wie schön Kakao als Medizin wirken kann. Ein zeremonieller Rahmen verbunden mit einer bewussten Intentionssetzung sorgen für eine besondere Empfänglichkeit der Wirkung des Kakao.

Ausgesprochenes Potenzial sieht Ceylo in der präventiven Wirkung von Kakao, sodass sie ihn als eines der besten Mittel versteht, stärkere Depressionen abzuwenden. Auch bei milderen Arten von Depressionen könne er prima unterstützen. Darüber hinaus kann diese Herzensmedizin laut unserer Interviewpartnerin dabei helfen, mit auftretendem Stress und Ängsten umzugehen. Bei stärkeren Depressionen brauche es neben Kakao auf jeden Fall noch weitere Behandlungsansätze. Die Reduktion auf eine einzige Medizin sei hier in der Regel nicht ausreichend.

Im Gegensatz zu Antidepressiva wirkt Kakao nicht als isolierte Substanz, sondern in seiner Ganzheitlichkeit. Er enthält viele verschiedene Substanzen, die zusammenwirken und in verschiedenen Bereichen des Körpers arbeiten. Ebenso wie Antidepressiva enthält auch Kakao MAO-Hemmer, die den Anteil an Serotonin im Körper erhöhen. Gleichzeitig versorgt er den Körper jedoch auch mit Energie, sodass diese Wirkung direkt in Aktivität umgesetzt werden kann. Zudem öffnet Kakao das Herz und die Lungen, das führt dazu, dass Themen die sich zeigen, besser losgelassen werden können.

Über die Einnahme von Kakao und möglichen Interaktionen

In welcher Dosierung Kakao als Prävention oder im Umgang mit Depressionen zu sich genommen werden sollte, hängt laut Ceylo von verschiedenen Faktoren ab. Ausschlaggebend sei hier die Art der Depression, ebenso wie andere Behandlungswege, die bereits verfolgt werden. Weitere wichtige Aspekte seien die Sensitivität auf Kakao sowie die Phase der Depression, in der sich gerade befunden wird. Ceylo rät es Betroffenen, gemeinsam mit einer Fachperson wie einer PsychologIn, einer DoktorIn oder einer KakaoexpertIn zu schauen, welche Dosis für die Person zum jeweiligen Zeitpunkt angemessen ist. In der Zusammenarbeit mit einer Fachperson wird es immer eine Möglichkeit geben, herauszufinden, auf welche Art und Weise die Arbeit mit Kakao möglich ist. In einigen Fällen kann Kakao als tägliches Getränk ein toller Alltagsbegleiter sein. Anderen Personen genügen bereits ein bis zwei Tassen in der Woche mit anschließender Integrationszeit. Generell gilt, dass nie mehr als 40 g Kakao pro Tag zu sich genommen werden sollten. Da Kakao Koffein und andere Stimulanzien enthält, sollte er am besten morgens oder tagsüber eingenommen werden, um den Körper so über den Tag hinweg mit Energie zu versorgen.

In kleineren Dosen hat Kakao laut unserer Fachexpertin keine negativen Auswirkungen. Er könne sogar in der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden, wobei aufgrund enthaltener Stimulanzien jedoch etwas mehr Vorsicht geboten sei. Wenn eine Person bereits Antidepressiva oder andere Substanzen mit MAO-Hemmern einnimmt, kann ihre Wirkung erhöht werden und mehr Nebenwirkungen zur Folge haben. Auch durch den Konsum von Kakao über die empfohlene Menge hinaus kann es zu unerwünschten Effekten wie Migräne und leichter Übelkeit kommen. Aus diesem Grund sollte immer mit einer geringeren Dosis Kakao begonnen werden und eine Erhöhung der Menge nur langsam und in Absprache mit einer Fachperson erfolgen.

Ceylos Erfahrungen zu Kakao bei Depressionen

Nachdem wir über das vielfältige Potenzial von Kakao im Kontext von Depressionen gehört hatten, waren wir neugierig, welche Erfahrungen Ceylo hierzu bereits in ihrem direkten Umfeld gemacht hat. Sie erzählte, dass Kakao auf ihre Empfehlung hin bereits vielen Menschen im Umgang mit depressiven Gefühlswelten helfen konnte, im Großen wie im Kleinen. Sie sah, wie Kakao dabei unterstützen konnte, die Emotionen von Betroffenen hervorzuholen und zum Grund dessen zu kommen, was in ihnen vorging. Kakao war und ist für viele Menschen in ihrem Umfeld ein liebevoller Begleiter, der die Betroffenen dabei unterstützt, ihre Situation und sich selbst mehr anzunehmen und zu lieben.

Kakao als Therapiebegleiter

Ceylo erzählte uns, dass die Integration von Kakao in eine Therapiesitzung ihre Wirksamkeit erheblich erhöhen kann. Das hat unser Interesse geweckt und wir fragten genauer nach, wie genau sich Kakao mit einer Therapie kombinieren ließe. Ceylo ist der Meinung, dass dies ganz daran liege, welche Form von Psychotherapie benötigt wird und in welchem Ausmaß. Wunderbar funktionieren würde die Kombination mit einer Sprechtherapie, denn Kakao bringt KonsumentInnen in einen ruhigen, herzoffenen Zustand, in dem es leichter ist, zum Problem durchzudringen. Ebenfalls könne Kakao gemeinsam mit somatischer Therapie oder Körpertherapie eingesetzt werden. Gewisse Atemtechniken wie holotropes Atmen würden großes Potenzial bieten, tiefer liegende Themen und Traumata hervorzuholen, sodass mit ihnen gearbeitet werden kann. Letztlich wird auch der Aufenthalt in der Natur eine immer bekannter werdende Therapieform. Je nach Problemlage würde man individuell schauen, welche Therapieform(en) die betroffene Person wie unterstützen kann.

Weitere alternative Behandlungsmöglichkeiten

Auf die Frage nach anderen Möglichkeiten zur Behandlung von Depressionen teilt Ceylo, dass es super viele verschiedene Pflanzen gibt, die mit ihren heilenden Kräften unterstützen können. Während einige Pflanzen das Immunsystem unterstützen, wirken andere beruhigend auf das Nervensystem. Auch Therapien mit entheogenen Pflanzen wie psychoaktive Pilze, Ayahuasca und auch andere, weniger bekannte, wie Kakao und Blauer Lotus können einen großen Einfluss haben. Johanniskraut und Baldrianwurzel können ebenfalls sehr effektiv sein. Bei der Verwendung von Johanniskraut solle jedoch bedacht und vorsichtig vorgegangen werden, da es recht stark wirkt.

Viele stimmungsaufhellende Kräuter würden sich mit Kakao wunderbar kombinieren lassen. Hierzu gehören beispielsweise Kamille, Lavendel, Zitronenmelisse und Blauer Lotus. Sie haben eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem und können das Wohlbefinden gemeinsam mit Kakao erheblich verbessern. Ceylo empfiehlt, aus diesen Kräutern einen Tee herzustellen, der als Flüssigkeit für den Kakao dienen kann. Auch Rose harmoniert ihrer Ansicht nach super mit Kakao. Dieser Pflanze wird ebenfalls eine herzöffnende Wirkung nachgesagt und sie regt zusätzlich die Produktion von Serotonin an. Ferner funktioniere auch die Kombination von Kakao mit medizinischen Pilzen wie Reishi hervorragend.

Nach dem Leitsatz ‚Wenn man etwas verändern möchte, muss man sich selbst verändern’ hebt Ceylo die Bedeutsamkeit des Lebensstils betroffener Personen hervor. Eine ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung seien ausschlaggebend, um ausreichend Hormone und Neurotransmitter herzustellen. Tanzen sei beispielsweise eine hervorragende Kombination mit Kakao, wodurch die im Körper angestauten Emotionen gelöst werden können. Außerdem sollten Stressfaktoren möglichst reduziert werden. Praktiken wie Yoga können in diesem Sinne hilfreich sein. Was genau bei einer Person funktioniert, sei letztlich sehr individuell und häufig ein Mix aus verschiedenen Möglichkeiten.

Kernbotschaft und Ausblick

Alles in allem spricht Ceylo in Bezug auf die Verwendung von Kakao zur Prävention und der Unterstützung bei milderen Depressionen ihr klares ‚Ja‘ aus. In einigen Fällen seien Antidepressiva eine sinnvolle Option zur Überbrückung. Sie sieht jedoch die starke Notwendigkeit, alternative Wege im Umgang mit Depressionen zu finden. Kakao sei eine dieser alternativen Möglichkeiten, die zusammen mit einer Therapie oder anderer Medizin sehr gut helfen kann. Sie hebt hervor, dass wir Menschen nicht zum bloßen Überleben hier auf der Welt sind, sondern um aufzublühen und wahrhaftig zu leben. Hierzu brauche es die Hilfe von medizinischen Pflanzen, die das Potenzial bieten, den Weg zu einem Ort in sich selbst zu offenbaren, den man allein niemals gefunden hätte. Ceylo ist sich sicher, dass die Zeit reif ist, diese Nachricht hinaus in die Welt zu tragen und betroffenen Menschen dadurch zu helfen.

Weiterhin sieht sie das Bedürfnis vieler Menschen, Beweise zur Wirksamkeit von Kakao zu bekommen. Damit eine Behandlungsform funktionieren kann, sei es sehr wichtig, dass sich die behandelte Person sicher fühlt und in dem Glauben ist, das Richtige für den eigenen Körper zu tun. Sie ergänzt:

‚Um zu heilen, muss man überzeugt sein und mit dem ganzen Herzen dabei sein. Man muss daran glauben.‘

Vor diesem Hintergrund sieht es Ceylo trotz ihres eigenen Wissens und vielen positiv wirksamen Erlebnissen als überaus wichtig an, dass weiter an der Thematik Kakao und Depressionen geforscht wird. Ihr ist es ein großer Wunsch, dass sich mehr Ärzte und klinische Fachleute für das Potenzial von Kakao öffnen und ihm in der Behandlung von Depressionen eine Chance geben.

Folge Suyana auf Instagram und erfahre mehr aus der Welt des Kakaos: Suyana.spirit

Veröffentlicht
27 Februar, 2023

Autor
Eva & Elias

Lesedauer
10 Minuten

Weiterlesen

Kakao als Superfood

Kakao als Superfood

Ein wahres SUPERFOOD in vielerlei Hinsicht

Viele Menschen kennen ihn primär aus zuckersüßen Pulvermischungen, die mit Kakao letztlich nur noch wenig zu tun haben.

Betrachtet man Kakao jedoch in seiner puren, ursprünglichen Form, erkennt man, welches Potenzial sich hinter der Wunderbohne verbirgt. Ein Kakao als Superfood in vielerlei Hinsicht. Dass er eine hervorragende Nahrung für strapazierte Nerven und schwere Herzen ist, hast du vielleicht schon selbst erfahren. Doch das ist längst nicht alles – UreinwohnerInnen Zentral- und Südamerikas erkannten das immense Potenzial von Kakao bereits vor hunderten von Jahren und machten als Medizin für mentale und körperliche Gesundheit von ihm Gebrauch.

Wenn von den gesundheitlichen Wirkungsweisen des Kakaos gesprochen wird, kommt es natürlich zunächst einmal auf die Art des Kakao als Superfood, beziehungsweise seine Zubereitung und Form der Verarbeitung an. Dieser Artikel bezieht sich auf hochwertigen zeremoniellen Kakao in seiner puren Form – biologisch angebaut, schonend hergestellt und ohne Anreicherung von Zucker. Ursprünglich und rein, wie du ihn auch in unserem Shop erhältst. Herkömmliche Kakaos enthalten oft große Mengen an beigemengtem Zucker, was ihn zur süßen Sünde macht. In natürlicher Form ist er jedoch ein reichhaltiges und sehr komplexes Lebensmittel mit rund 300 verschiedenen Inhaltsstoffen. Was genau zeremoniellen Kakao als Superfood von konventionellem Kakao unterscheidet erfährst du in diesem Artikel.

EINE GLÜCKSELIGE BEREICHERUNG

Eine besonders wichtige, mehrfach ungesättigte Fettsäure im Kakao ist Anandamid. Ihre entspannende und stimmungsaufhellende Wirkungsweise wird mit der von Cannabis verglichen. Die Substanz kommt auch auf natürliche Weise im menschlichen Gehirn vor und sorgt für ein wohliges Gefühl von Heimat und Glück. Daher also auch der Name: ‘Anandamid’ leitet sich aus der vedischen Sprache Sanskrit von ‘ananda’ ab und bedeutet so viel wie ‘Glückseligkeit’.

Außerdem enthält Kakao auf natürliche Weise MAO-Hemmer, die eine antidepressive Wirkung haben. Monoaminoxidasen (MAO) sind Enzyme, die für den Abbau von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Adrenalin sorgen. Während Serotonin als Glückshormon bekannt ist, haben Dopamin und Adrenalin eine anregende Wirkung auf den Körper, was in den vorzufindenden Mengen ebenfalls eine positive Wirkung auf den Gemütszustand ausübt. Wird der Abbau dieser Hormone also gedämmt, werden die hervorgerufenen Gefühle länger aufrechterhalten. Mit zunehmendem Alter werden die Enzyme (MAO) immer aktiver, sodass die Neurotransmitter früher abgebaut werden und ihr Spiegel sinkt. Dies kann Depressionen, schlechte Laune und einen vorzeitigen Alterungsprozess zur Folge haben.

QUELLE ZAHLREICHER SEKUNDÄRER PFLANZENSTOFFE

Kakao enthält zahlreiche gesundheitsförderliche und stimulierende sekundäre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien, Aminosäuren und Alkaloide.

Antioxidantien schützen den Körper, indem sie freie Radikale im Körper reduzieren. Diese würden für oxidativen Stress sorgen und werden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und verfrühten Alterungsprozessen in Verbindung gebracht.

Durch die Antioxidantien erweitern sich die Arterien, die Durchblutung wird gefördert und das Herz und Kreislaufsystem werden geschützt. Weiterhin wurde herausgefunden, dass Kakao die Oxidation von LDL, dem sogenannten ‘schlechten Cholesterin’ senken kann. Wichtig ist in diesem Kontext, dass der Kakao vegan zubereitet wird, denn die Zugabe von Milchprodukten. hemmt die Wirkung der Antioxidantien oder hebt sie sogar vollständig auf. Als möglichen Grund hierfür nennen ForscherInnen, dass sich aus der Kombination der Flavonoide des Kakaos und den Milchproteinen Komplexe bilden, welche die Aufnahme ins Blut erschweren und somit die biologische Verfügbarkeit für den Körper herabsetzen.

Besonders bedeutsame Antioxidantien im Kakao sind Flavonoide, eine Untergruppe der Polyphenole. Hiervon sind im Kakao nämlich mehr enthalten als in jeglichen anderen Lebensmitteln. Die Menge ist sogar ein Vielfaches von der, die in Blaubeeren und grünem Tee zu finden ist. Flavonoiden wird zugeschrieben, den Blutdruck zu senken, das Gedächtnis zu fördern und der Einlagerung von Fett entgegenzuwirken. Auch gegen Entzündungen sollen sie wirksam sein.

Aufnahme der Aminosäuren

Die Aufnahme der enthaltenen Aminosäuren wird durch ihre im Kakao vorzufindende Zusammensetzung optimal ermöglicht. Einige der Aminosäuren nehmen eine besondere Rolle als Neurotransmitter ein. Hierzu gehören Endorphine, Dopamin, Tryptophan und Phenylethylamin. Tryptophan reagiert unter Anwesenheit von Magnesium im Körper mit ausgewählten Vitaminen, um Serotonin zu produzieren. Dieses Glückshormon kann Angstzustände vermindern und die Stressresilienz erhöhen. Es gehört zu den wichtigsten Hormonen für den Körper, ist essentiell für das eigene Wohlbefinden und regelt den Tag-Nacht-Rythmus, sodass wir nachts ruhig schlafen können und tagsüber wach und energetisch sind.

Weiterhin ist die braune Bohne reich an Alkaloiden wie Koffein und Theobromin, die geistig anregend wirken und auch die körperliche Leistungsfähigkeit steigern können. Der genaue Gehalt an Koffein und Theobromin variiert je nach Sorte. Koffein wirkt bekanntlich stark anregend, fördert die Konzentration und das Reaktionsvermögen. Außerdem wird Müdigkeit entgegengewirkt, Schmerzen werden gehemmt, der Stoffwechsel wird angeregt und der Blutdruck erhöht sich. Theobromin ist jedoch zu signifikant größeren Anteilen als Koffein enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Alkaloid, das zu einer sanfteren und länger anhaltenden Energieversorgung führt. Zwar kann auch Theobromin zu mehr geistigem Fokus und Wachsamkeit führen, gleichzeitig kann es jedoch den Blutdruck senken, dabei helfen, innere Ruhe einkehren zu lassen und einen erholsamen Schlaf ermöglichen.

Kakao als Superfood

KAKAO ALS SUPERFOOD BIETET SOGAR EINE REICHHALTIGKEIT AN VITAMINEN

Kakao enthält vieleVitamine des B-Komplexeswie Niacin (B3), Pantothensäure (B5), Thiamin (B1), Riboflavin (B2) und Pyridoxin (B6). Sie helfen der Regeneration und dem Aufbau von Muskeln, sind für die Synthese von Enzymen verantwortlich und tragen zur Funktion des Nervensystems bei. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle für Stoffwechselprozesse.

Weitere enthaltene Vitamine sind C und E. Vitamin E hat eine antioxidative Wirkung und schützt den Körper vor sogenannten freien Radikalen. Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein essentieller Stoff für den Körper, den er nicht selbst herstellen kann.

SOGAR AN MINERALIEN BIETET DER KAKAO AN

Weiterhin ist Kakao ein hervorragender Lieferant für Mineralien wie Selen, Magnesium, Kalzium, Eisen, Kalium, Zink und Mangan, weshalb sich derKakao als Superfood perfekt eignet.

Kakao gilt als einer DER pflanzlichen Lieferanten für Magnesium. Pro 100g Kakao sind bis zu 500mg Magnesium enthalten. Ein wichtiger Stoff für die Funktion von Muskeln und die Gehirnleistung. Die physische Flexibilität kann erhöht, Krämpfe gelindert und Menstruationsbeschwerden vorgebeugt werden. Außerdem ist das alkalische Mineral wichtig für die Remineralisierung der Knochen und unterstützt psychisches Wohlbefinden. Da Magnesium ferner für die Bildung roter Blutkörperchen und den Energiestoffwechsel wichtig ist, führt ein Mangel oftmals zu Müdigkeit, Übelkeit, Muskelkrämpfen und auf lange Dauer zu erhöhtem Osteoporoserisiko und Anämie.

AuchKalziumist in besonders hohem Maße enthalten, etwa 160mg stecken in 100g Kakao. Kalzium ist wichtig für die Knochenbildung, reguliert die Übertragung von Nervenimplusen sowie die Kontraktion der Muskeln und fördert ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Insbesondere für SportlerInnen ist auf eine genügende Kalziumzufuhr Acht zu geben, da es bei körperlicher Hochleistung in hohem Maße verbraucht wird und für die Regeneration von großer Bedeutung ist. Besonders Frauen sollten auf eine ausreichende Kalzium Zufuhr Acht geben, da es das prämenstruelle Syndrom (PMS) lindern kann und das in der Menopause erhöhte Osteoporoserisiko senkt.

Eisenist ein weiteres für den Körper wichtiges Mineral, das in Kakao vorkommt. Mit 100g Kakao kommt man auf ganze 7,3mg. Eisen ist essentiell für die Atmung der Zellen, den Sauerstofftransport und somit auch für die Energiebereitstellung. Wer an Eisenmangel leidet, zeigt häufig Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Da Eisen optimalerweise mit Vitamin C eingenommen werden sollte, bietet Kakao eine hervorragende biologische Verfügbarkeit. Auch dieser Mineralstoff ist für Frauen von besonderer Wichtigkeit, da durch die Periode ein erhöhter Eisenbedarf vorliegt.

IST DER KAKAO ALS SUPERFOOD EIN FETTREICHER DICKMACHER?

Nimmt man das vorgeblicheKakao als Superfood in seiner puren, schonend verarbeiteten Form genauer unter die Lupe, fällt zunächst der große Anteil an Fett ins Auge, der rund 54% des Kakaos ausmacht. Der Grund hierfür liegt in der Besonderheit von zeremoniellem Kakao. Hierfür wird die ganze Kakaobohne verwendet wird, darunter auch die wertvolle Kakaobutter. Diese ist ein sehr wertvoller Inhaltsstoff, denn in ihr befinden sich jede Menge Aminosäuren und Vitamine.

Mit einem großen Anteil von rund 40% sind die enthaltenen Fette einfach oder mehrfach ungesättigt. Hierunter fallen auch die wertvollen Omega 3 und – 6 Fettsäuren. Diese Fette haben eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel und können zu einer gesunden Herzfunktion beitragen. Außerdem sind sie gut für stabile Nerven und wirken sich positiv auf die kognitive Leistungsfähigkeit aus. Ein besonders interessanter Aspekt im Kontext der enthaltenen Fettsäuren: einige von ihnen haben eine appetithemmende Wirkung und regen die Fettverbrennung an. Sie sollen deshalb nicht nur das Herz-Kreislauf-System schützen, sondern werden auch bei Abnehmwunsch empfohlen.

Gleiches gilt für die enthaltenen Bitterstoffe, auch sie hemmen den Appetit. Sie koppeln sich an Darmzellen an, wo das körpereigene GLP-1 Hormon produziert wird, welches für ein natürliches Sättigungsgefühl sorgt. Auch Heißhungerattacken kann durch Bitterstoffe vorgebeugt werden. Eine weitere positive Wirkungsweise ist, dass diese Stoffe die Produktion von Magen- und Gallensaft anregen, sodass die Verdauung gefördert wird. Weiterhin wird die Ausscheidung von Bakterien und Viren aus dem Verdauungstrakt begünstigt. Zudem wird die Bauchspeicheldrüse aktiviert, die für die Produktion des blutzuckerregulierenden Hormons Insulin verantwortlich ist.

EIN BISSCHEN VERLIEBT SEIN 

Ein weiterer spannender Punkt ist, dass Theobromin dazu beiträgt, dass Endorphine ausgeschüttet werden. Dies sind Glückshormone, die auch von Verliebten ausgestoßen werden und für ein Gefühl der Euphorie und Glückseligkeit sorgen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Inhaltsstoff Phenylethylamin (PEA), der auch als ‘Liebesmolekül’ bezeichnet wird. PEA gehört zu den biogenen Aminen und führt zu Wachheit und Fokus. Verantwortlich für die stimulierende Wirkung ist die begünstigte Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin. Somit kann uns Kakao in den bekannten ‘Flow-Zustand’ versetzen, in dem wir uns in Raum und Zeit verlieren und alles ausblenden, was um uns herum geschieht. Außerdem kann auch dieser Inhaltsstoff Gefühle der Anziehung und Euphorie hervorrufen, wie wir sie von einem Zustand des Verliebtseins kennen.

Wie du siehst, dient Kakao zu weit mehr als nur Nervennahrung. Mit seinen zahlreichen gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen gilt der natürliche Stimmungsaufheller berechtigterweise als edles Superfood für Körper, Geist, Seele und das Herz.

Quellen

Studien

Andújar, M.C., Recio, R.M. & Ríos J.L. (2012): Cocoa Polyphenols and Their Potential Benefits for Human Health.Oxidative Medicine and Cellular Longevity. Article ID 906252.DOI: https://doi.org/10.1155/2012/906252

Gratton, G., Weaver, S., Burley, C. et al. (2020): Dietary flavanols improve cerebral cortical oxygenation and cognition in healthy adults.Scientific Reports 10(19409). DOI:https://doi.org/10.1038/s41598-020-76160-9

Katz, D.L., Doughty, K. & Ali, A. (2011): Cocoa and Chocolate in Human Health and Disease.Antioxidants & Redox Signaling 15(10). 2779–2811. DOI:10.1089/ars.2010.3697

Rusconi, M. & Conti, A. (2010): Theobroma cacao L., the Food of the Gods: A scientific approach beyond myths and claims.Pharmacological Research 61(1). 5-13. DOI:https://doi.org/10.1016/j.phrs.2009.08.008

Serafini, M., Buqianesi, R., Maiani, G. et. al (2003): Plasma antioxidants from chocolate.Nature 424(1013). DOI: https://doi.org/10.1038/4241013a

Weitere

123456789101112131415

Veröffentlicht
03 Juni, 2022

Autor
Sacha Knoche

Lesedauer
4 Minuten

Weiterlesen

Kakao in der Schwangerschaft & Stillzeit

Kakao in der Schwangerschaft

Kakao als Begleiterin der Schwangerschaft & Stillzeit

‘Ich habe ganz stark gespürt, wie mich die Kakaopflanze nährt, dass sie wie ein Lebenselixier für mich war. (…) Weil ich ja als Mutter (…) Space halte für mein Baby (…) fand ich es schön, eine Hüterin an meiner Seite zu haben, in diesem Fall die Kakaopflanze.’

Die Schwangerschaft – für viele Frauen eine Zeit, die einen ganz besonderen Zauber in sich trägt. Die Verbindung zum eigenen Körper intensiviert sich und die Fürsorge für sich selbst und das Kind haben oberste Priorität. Eine reichhaltige und ausgewogene Ernährung nimmt einen wichtigen Stellenwert ein, um dem Ungeborenen eine möglichst gute Entwicklung als Vorbereitung für das eigenständige Leben als Erdenbürger zu ermöglichen.

Während es viele wissenschaftlich belegte Erkenntnisse darüber gibt, welche Nährstoffe in der Zeit der Schwangerschaft und Stillzeit besonders essentiell sind für Mutter und Kind, wird über die Ratsamkeit einiger Lebensmittel immer wieder diskutiert.

Da zeremonieller Kakao ein zentraler Bestandteil unseres Lebens und Alltags ist und wir durch verschiedene Menschen immer wieder mit dem Thema Schangerschaft und Kakao in Kontakt kommen, lag es uns auf dem Herzen, uns mit diesem bislang wenig beleuchteten Thema tiefer auseinanderzusetzen. Um in die wissenschaftliche Perspektive der Thematik einzutauchen, haben wir uns zunächst verschiedene Studien angeschaut. Anschließend haben wir den direkten Kontakt zu schwangeren und stillenden Frauen gesucht, um sie zu ihren Erfahrungen mit dem Kakaokonsum zu befragen.

Wissenswertes aus ernährungswissenschaftlicher Perspektive

Ein häufiger Hemmfaktor für den Konsum von Kakao in der Schwangerschaft ist die Tatsache, dass er geringe Mengen Koffein enthält. Nimmt die Mutter während der Schwangerschaft Koffein zu sich, passiert dies die Plazenta und kann somit Einfluss auf das Befinden und die Entwicklung des Embryos nehmen. Außerdem dauert es im Körper einer Schwangeren länger, bis Koffein verstoffwechselt wird. Aus diesen Gründen wird oftmals dazu geraten, im Zeitraum der Schwangerschaft auf einen übermäßigen Koffeinkonsum zu verzichten.

Doch was genau bedeutet nun übermäßig? Wie viel Koffein ist für mich und mein Kind unbedenklich? Die Antwort der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit lautet: 200 mg Koffein pro Tag. Dies ist natürlich ein Richtwert und sollte entsprechend von Faktoren wie Körpergewicht, Sensibilität etc. individuell abgewägt werden.

Zur Einordnung: 200 mg Koffein entsprechen einer Menge von 400 ml Filterkaffee. Mit einer Tasse (200ml) unseres Suyana Ceremonial Blends kommt man auf gerade einmal 8 mg Koffein. Die genaue Menge hängt von der jeweiligen Kakaosorte ab und kann bei intensiveren Charakteren auf bis zu ca. 35 mg ansteigen (1).

Doch warum wirkt Kakao dann trotzdem anregend? Hierfür ist hauptsächlich der Wirkstoff Theobromin verantwortlich. Dieser Stoff wirkt zwar milder, dafür aber langanhaltend anregender als Koffein (2).

Wie Studien belegen, kann Theobromin sogar eine positive Wirkung auf Schwangere und Stillende haben. So zeigt eine Studie der Yale University, dass der Konsum von Theobromin in der Schwangerschaft mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Präeklampsie (Bluthochdruck mit weiteren Nebenwirkungen wie Krampfanfällen) in Verbindung steht. Dieser Zusammenhang wird durch eine Studie von Saftglas et al. untermauert. So waren in einer vergleichenden Studie unter Schwangeren mit normalem Blutdruck mehr Menschen, die Schokolade konsumierten als in einer Gruppe mit Bluthochdruck-Problemen.

Weiterhin enthält Kakao viele für die Schwangerschaft besonders wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Zink, Phosphor sowie geringe Mengen an Folsäure und Jod (3, 4, 56). Er enthält viele der für Mutter und Kind essentiellen B-Vitamine sowie die Vitamine A, C, D und E (5).

Ausgehend von dieser Datengrundlage und unserem Fazit, dass dem mäßigen Konsum von Kakao in der Schwangerschaft aus wissenschaftlicher Perspektive grundlegend nichts entgegensteht, wollten wir von praktischen Erfahrungen zu Kakao in der Schwangerschaft und Stillzeit hören. Deshalb haben wir uns mit Frauen ausgetauscht, die bereits ihre eigenen Erlebnisse und Erkenntnisse hierzu sammeln durften.

Mit sieben Frauen im Gespräch

Insgesamt haben wir sieben Frauen zum Thema befragt. Einige von ihnen waren zum Zeitpunkt der Befragung noch schwanger, andere befanden sich bereits in der Stillzeit. Für alle Frauen war Kakao bereits vor ihrer Schwangerschaft ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, sodass sie mit der Wirkung der Heilpflanze vertraut waren. Die Art und Weise, wie Kakao in den Alltag integriert wurde, unterschied sich ein wenig. Für einige der Frauen ist das Kakaotrinken wie schon vor der Schwangerschaft ein Alltagsritual geblieben, sodass sie täglich zum Start in den Tag oder zur bewussten Auszeit und Verbindung mit sich selbst, dem Herzen und dem Baby eine geringe oder mittlere Dosis Kakao zu sich genommen haben. Andere von ihnen haben ihr Kakao-Ritual nach intuitivem Empfinden etwa 2-4 mal in der Woche zelebriert. Eine der Frauen berichtete, dass sie das Trinken als besonders schön in Kombination mit Yoga und Meditationen zur Geburtsvorbereitung empfunden hat. Eine Frau hat sogar direkt vor und nach der Geburt Kakao getrunken. Eine andere von ihnen hat in den ersten Monaten der Schwangerschaft zunächst ein wenig Abstand von Kakao genommen, da sie keine große Lust mehr empfunden hat und die Wirkung für sie bereits nach 1-2 Schlücken stark spürbar war. Ab dem 6. Monat der Schwangerschaft hat sich dies jedoch gewandelt, sodass sie wieder regelmäßiger Kakao getrunken und ihn auch gut vertragen hat. Eine andere Frau erzählt ebenfalls, dass sich die Lust auf Kakao im Laufe der Schwangerschaft verändert hat. Sie hat stark auf ihre Intuition gehört und deshalb im letzten Trimester kaum Kakao getrunken, dafür aber vermehrt in den ersten Trimestern. Neben dem eigens kreierten Ritual haben einige der Frauen während ihrer Schwangerschaft zudem an gemeinsamen Kakaozeremonien in der Gruppe teilgenommen.

‘In der Schwangerschaft hatte ich sehr viel Lust auf Kakao (…), ich habe da total viel auf mich vertraut, auch was die Dosis angeht, ich hatte da überhaupt keine Zweifel, keine Ängste, dass das nicht zusammen geht – Kakao und Schwangerschaft – im Gegenteil, ich habe mich da sehr genährt gefühlt und hab die Dosis nach Gefühl gemacht, heißt: ich habe sie reduziert, ich hatte nicht das Gefühl, dass ich viel brauche, aber ich habe ihn regelmäßig zu mir genommen.’

Unterstützung durch Mama Kakao – Auswirkungen auf Körper & Geist

Die Teilnehmerinnen berichten, dass sie durch den Kakao sehr viel Energie und Lebendigkeit empfunden haben. Insbesondere in Phasen der Schlappheit und Müdigkeit diente Kakao als guter Nährstofflieferant, der wie ein “Lebenselixier” ein Gefühl des Genährtseins hervorrufen konnte. Nicht nur während der Schwangerschaft, auch in der Stillzeit konnte spürbar von den Nährstoffen profitiert werden, da man in der Zeit viel von sich gibt – Schlaf, Muttermilch und Liebe. Für eine Frau spielte der Kakao insbesondere eine Rolle dabei, sich mit aufkommenden Zweifeln und Ängsten auseinanderzusetzen, insbesondere zu Beginn der Schwangerschaft. In ihren Kakao-Ritualen konnte sie immer wieder in ihr Herz gehen und es öffnen, in einen tiefen Zustand der Meditation kommen, um Klarheit für sich und über ihre Situation zu finden und immer wieder in das Vertrauen zu gehen. Außerdem konnte sie aufkommendem Stress mit Ruhe begegnen, sich dem Alltag wappnen und so mehr Liebe und Herzlichkeit in ihren Familienalltag bringen. Zwei Frauen erzählen davon, dass der Kakao für mehr Klarheit, Erdung und Präsenz sorgen konnte und ein beruhigendes Gefühl gegeben hat. Auch eine gesteigerte Vitalität und Sinnlichkeit wurden genannt.

Zitate zum Thema:

‘Ein Herzöffner, der einfach glücklich macht und einen sehr schnell in eine positive Energie bringt.’

‘Kakao ist für mich die wärmende Umarmung am Morgen, durch die ich Kraft, positive Emotionen und Erdung erfahre. Vor allem in den transformativen, aber auch herausfordernden Monaten der Schwangerschaft und Stillzeit benötigen wir mehr denn je Weisheit und einen geöffneten Herzraum. Dies hat mir Kakao gegeben, wann immer ich es gebraucht habe. Er hat mir Kraft, Wärme, Liebe, Energie, positive Gedanken, Nährstoffe und Gleichgewicht gegeben. Eine echte Medizin der Seele eben.‘

‘Ich merke, dass ich da durch den Kakao einfach noch ein bisschen mehr in meine Fülle und meine Kraft komme, aber auch die Verbindung zum Herzen wird immer super stark, also von daher die Herzverbindung und auch die Verbindung zu dem Baby, weil man spürt ja schon den Herzschlag des Babys.’

‘Hier auch meine Ermutigung an andere stillende Frauen, sich die Minuten am Morgen zu nehmen und mit Kakao zu verbinden. Und auch keine Angst vor aufgedrehten Babys haben, denn bis zu 200 ml koffeinhaltige Getränke am Tag, am besten während oder direkt nach dem Stillen, sind unproblematisch. Beobachtet natürlich die Reaktionen eurer Kleinen.’

Wirkungsweise im Vergleich zu vor der Schwangerschaft

Die Wirkungsweise des Kakaos war für viele der Frauen vergleichbar mit der Wirkung vor der Schwangerschaft/ Stillzeit. Jedoch herrscht Einigkeit darin, dass sie sensibler reagiert haben und den Kakao schneller gespürt haben. Demnach haben sie automatisch weniger Kakao zu sich genommen, um eine ähnlich starke Wirkungsweise wie vor dieser besonderen Zeit zu erfahren. Eine der Frauen teilte, dass sie ein starkes Gefühl hatte, sich in der Schwangerschaft von der Kakaopflanze begleiten zu lassen. Ihre Intention war außerdem eine andere; ihr Herz sei bereits sehr offen gewesen und zu ihren Gefühlen habe sie schon einen guten Zugang gehabt. Sie ergänzt:

‘Sie hat mir nochmal mehr ein Gefühl des Halts und Genährtseins gegeben, weil ich ja als Mutter in dem Moment, wo ich schwanger bin, schon Space halte für mein Baby, das Baby trage und hüte und da fand ich es schön, eine Hüterin an meiner Seite zu haben, in diesem Fall die Kakaopflanze.’

Zur Verbundenheit

Einige der Frauen berichteten, dass Kakao die Verbindung zu ihrem Kind nicht spürbar verändert habe, da sie ohnehin schon sehr stark da war. Die Frauen erzählen, dass ihnen Kakao ihnen das bekannte Gefühl der Wohligkeit gegeben hat und sie sich sicher sind, dass ihr Kind dies wahrgenommen hat. Kleine Kakao-Rituale für sich selbst wurden als sehr wertvoll erachtet – für Mutter und Kind. Drei der Frauen meinen, dass der Kakao das Gefühl zu ihrem Kind sehr stark im positiven Sinne beeinflusst hat. Sie konnten sich besser mit ihrer Rolle als Mutter und ihrer Bedeutung verbinden, dabei mit sich selbst im Reinen sein und sich dem Lebewesen in sich noch mehr öffnen. So sei nicht nur die Verbindung zum eigenen Herzen, sondern auch die Verbindung zum Herzen des Kindes deutlich intensiver geworden.

Zitat einer Frau auf die Frage “Hattest du das Gefühl, dass der Kakao die Verbindung zwischen dir und deinem Kind beeinflusst hat?”

‘Absolut. Das ist der Grund, warum ich jeder Frau empfehlen würde, Kakao in der Schwangerschaft zu trinken. Weil es eine total tiefe Verbindung geschaffen hat. Und ich auch teilweise das Gefühl hatte, total intensiv Sachen zu empfangen, die ihn (ihren Sohn) betreffen und natürlich gab es für mich auch Momente, wo Zweifel aufkamen. Und da hat es mir super geholfen, mit dem Kakao das Vertrauen zu finden und ihn auch so zu spüren. Auch in gewisser Weise mit mir zu reden, zu kommunizieren. Und ihm auch ganz viel zufließen zu lassen, was ich ihm mitgeben wollte. Ja, ich denke schon, dass das unsere Beziehung auch schon in der Schwangerschaft intensiviert hat.’

Mama Kakao als Geburtsbegleiterin

Eine der Frauen hat während ihrer Geburt gemeinsam mit ihrem Partner Kakao getrunken. Ihre Geburt hat sich über zwei Tage und Nächte gezogen und der Kakao habe ich in dieser Zeit geholfen, sie emotional stärker zu machen. Eine andere Frau hat zeremoniellen Kakao mit Zimt, Kardamom und Cayennepfeffer mit in die Geburtsklinik genommen, da diese Gewürze als wehenfördernd gelten. Da während der Geburt jedoch alles ‘geflowt’ hat und sie ‘in ihrer Natur perfekt war’ und sie nicht intervenieren wollte, ist es bei der räumlichen Anwesenheit des Kakaogeistes geblieben.

Eine andere Frau hat sich an dem Morgen, als ihre Wehen begannen, einen Kakao zubereitet. Sie hat jedoch nur wenige Schlücke getrunken, da es sich für sie dann doch nicht richtig stimmig angefühlt hat.

Direkt nach der Geburt wurden von den Frauen keine Erfahrungen mit dem Konsum von Kakao gemacht. Eine der Frauen erklärt hierzu, dass sie das erste Bonding mit ihrem Kind sowie ihre Hormonumstellungen nicht beeinflussen wollte und somit die erste Zeit nach der Geburt auf Kakao verzichtet hat. Diese Zeit sei ohnehin von so viel Zauber, Neubeginn und Wachstum geprägt, dass sie einfach nur bewusst zulassen und spüren wollte.

Appetit & Kontraindikationen

Während die Lust auf Kakao bei einigen der Frauen während der Schwangerschaft gleichbleibend war, war sie bei den meisten eher geringer oder wechselhaft. So war die Lust auf Kakao bei einer der Frauen im ersten Trimester sehr gering, während sie im zweiten und dritten etwas moderater wurde. Auch in der Stillzeit ist ihre Lust auf Kakao nach wie vor eher mittelmäßig. Eine der Frauen teilt, dass sie gerade während der Schwangerschaft mehr Lust auf Kakao hat und den Wunsch verspürt, die Pflanzenenergie des Kakaos einzuladen. Außerdem wurde erwähnt, dass das Trinken von Kakao Gelüsten nach Süßigkeiten sowie Morgenübelkeit entgegenwirken konnte. Die Frauen sind sich generell einig, dass der Kakao ihnen und ihrem Kind als großartiger Nährstofflieferant gedient hat.

Den Frauen sind keinerlei Kontraindikationen in Zusammenhang mit dem Konsum von Kakao aufgefallen; im Gegenteil, sie haben die Kombination von Kakao mit der Zeit der Schwangerschaft und Stillzeit als sehr kompatibel und gut möglich empfunden.

Abschließende Worte

Zusammenfassend würde ich sagen:
Kakao war für mich in der Schwangerschaft/ Stillzeit eine Begleiterin, die…

‘…eine große Unterstützung und eine wunderschöne Begleiterin dieser Zeit war. Gerade in dieser Zeit, da es für mich eine sehr weibliche Pflanze ist, die auch nochmal sehr unterstützt, da in dieses hüten zu gehen, in dieses sich kümmern, das Baby nähren auf so vielen Ebenen. Ich finde es so wertvoll als Frau und Mutter, da auch begleitet, genährt und gehütet zu werden.’

‘…mir Kraft und Erdung geschenkt hat.’

‘…mir sehr viel Entspannung, Liebe und Herzöffnung geschenkt hat und mich sehr schön durch die Schwangerschaftszeit und Stillzeit getragen hat und trägt.’

‘…mich besänftigt, mir Kraft schenkt, mich innerlich streichelt und verwurzelt.’

‘…mir geholfen hat, mich auf diese neue Passage im Leben vorzubereiten.’

‘…mich einfach mit meiner wahren Essenz, mit meinem Herzen, mit meiner Kraft und Lebensfreude verbindet und dementsprechend auch diese ursprüngliche Verbindung zu meinem Körper und zu dem Baby verstärkt und ich dadurch einfach total in die Liebe komme.’

‘Eine tolle Begleiterin, die schön aktiviert und nach schlaflosen Nächten Energie gibt. Außerdem ist es für die Mama und das Kind wunderbar, wenn die Mama mit dem Herzen verbunden ist, vor Freude strahlt und das Kind mit Cacaocita-Liebe nährt.’

Weitere Ergänzungen

‘Ich denke, es sollte mehr über das Thema aufgeklärt werden, weil ich schon von mehreren Frauen bei Kakaozeremonien gehört habe, dass ich auf gar keinen Fall Kakao trinken sollte, dass er anregend ist, genau wie Kaffee, und dass es gefährlich für das Baby sein kann, Kakao zu trinken. Ich habe mich zwar in das Thema eingelesen, aber habe zugleich den Eindruck, dass ich da ganz auf meinen Körper hören darf. Auf das, was mir gut tut. Wenn es mir gut tut, denke ich nicht, dass es schlecht für das Baby sein kann. Ich habe selbst erfahren, dass bei Menschen in Zentral- & Südamerika, die viel mit Kakao arbeiten, auch die Schwangeren Kakao bekommen und es dort absolut kein Problem darstellt. Von daher fände ich es schön, wenn da noch mehr Aufklärung stattfinden würde, damit schwangere Frauen erkennen, dass sie Kakao ruhig integrieren dürfen. Dass es nichts gefährliches ist, eigentlich das Gegenteil, dass es so heilsam sein kann und so viele positive Auswirkungen hat.’

‘Ich habe während meiner Schwangerschaft keinen Kakao getrunken, da ich gehört habe, dass dies negative Auswirkungen auf das Baby haben kann. Mit meinem jetzigen intuitiven Wissen (nach der Schwangerschaft) würde ich allerdings in der nächsten Schwangerschaft definitiv zeremoniellen Kakao trinken.’

Zu diesen wunderschönen, abschließenden Worten möchte ich nicht mehr allzu viel hinzufügen. Die Erfahrungen der Frauen haben gezeigt, dass Mama Kakao eine wunderbare, nährende Begleiterin in der Schwangerschaft und Stillzeit sein kann. Intuitiv auf den Körper zu hören ist dabei natürlich gerade in dieser Zeit von besonderer Bedeutung. Die innere Stimme wurde von den befragten Frauen jedoch gerade zu dieser Zeit als besonders stark und klar empfunden. In diesem Sinne möchten wir Frauen ermutigen, auch während der Schwangerschaft und Stillzeit auf die Weisheit ihres Körpers zu vertrauen und zu lauschen, was ihm und ihrem Kind gut tut.

Wie bereite ich am besten meinen Kakao zu?
Unsere Zubereitungsempfehlung

Veröffentlicht
05 Oktober, 2022

Autorin

Hanna Krause

Lesedauer
8 Minuten

Weiterlesen

Roher Kakao – ein Mythos?

Zeremonieller Kakao

Roher Kakao – ein Mythos?

Bietet Rohkakao wirklich so viel mehr für uns und unsere Gesundheit als andere Formen herkömmlichen Kakaos?

Ist der Hype um das Superfood und seine zeremonielle Verwendung wirklich berechtigt? Und warum eigentlich der Name ‚Roher Kakao‘? Diese Fragen kamen auch in uns auf, als wir das erste Mal mit zeremoniellem Kakao in Kontakt kamen. Sie haben an dieser Stelle auch ihre volle Berechtigung – wir möchten für Transparenz sorgen, damit du dir dein eigenes Bild machen kannst.

Um zu verstehen, warum im Sprachgebrauch zwischen ‘normalem’ und ‘rohem’ Kakao unterschieden wird, schauen wir uns zunächst einmal in Kürze den Herstellungsprozess der Kakaomasse an. Nach der händischen Ernte der Kakaofrüchte werden diese geöffnet und die Kakaosamen, beziehungsweise -bohnen entnommen. Anschließend werden sie samt ihrem Fruchtfleisch für die Fermentation in große Gefäße gegeben. Die Hitze, die in den tropischen Anbauregionen vorherrscht, gepaart mit dem hohen Zuckergehalt des Fruchtfleisches, sorgen für die Gärung der Masse. Der Alkohol, der bei diesem Prozess entsteht, verhindert die Keimung der Samen. Durch diesen Produktionsschritt verlieren die Bohnen an Bitterkeit und sie erhalten ihr klassisches, volles Kakaoaroma. In einem nächsten Schritt werden die Bohnen getrocknet, um sie haltbar zu machen. Am natürlichsten und energiesparendsten ist hier ein Vorgehen, bei dem die Bohnen direkt unter den Sonnenstrahlen oder in großen, luftigen Räumen trocknen.

Bereits bis zu diesem Verarbeitungsschritt sind die Kakaobohnen auf natürliche Weise Hitze ausgesetzt. Zum einen erreicht die fermentierte Masse durch das Gären Temperaturen von bis zu 50°C, zum anderen kann bei der natürlichen Trocknung durch die Sonne keine Temperatur-Obergrenze gewährleistet werden.

Viele AnbieterInnen von zeremoniellem Kakao geben an, dass dieser roh und somit ungeröstet ist. Diese Betitelung soll auf einen maximalen Erhalt an Nährstoffen und somit auf höchstmögliche gesundheitliche Vorteile schließen. Die Bezeichnung von Lebensmitteln als ‘roh’ ist jedoch nicht rechtlich geschützt und unterliegt somit keinen spezifischen Auflagen. Im üblichen Sprachgebrauch meint man mit der Bezeichnung ‘Rohkost’ Lebensmittel, welche die Marge von 42-47°C nicht überschritten haben. Wie an dieser Stelle nun ersichtlich wird, kann dieses Versprechen für die übliche Kakaomassenherstellung nicht eingehalten werden. Noch deutlicher wird dieser Widerspruch anhand des sich anschließenden Produktionsschrittes, das Rösten.

Das Rösten des Kakaos, bei dem Temperaturen von 100-150°C entstehen, sorgt für neue Aromaverbindungen, die dem Kakao sein uns vertrautes Aroma verleihen und ihn überhaupt erst genießbar machen. Außerdem wird hierdurch sichergestellt, dass die mikrobielle Keimbelastung des Kakaos reduziert wird. Ein alternatives Vorgehen, durch das die Keime abgetötet werden können, ist ein sterilisierendes Dampfbad. Wird sich für dieses Vorgehen entschieden, um den Kakao gesundheitlich unbedenklich nutzen zu können, werden ebenfalls Temperaturen von über 100°C erreicht.

Häufig liest man, die Erhitzung des Kakaos über 47°C hinaus würde mit einem Verlust seiner Nährstoffe einhergehen. Hierzu gehöre auch das Flavonoid Epicatechin, dem diverse gesundheitlich positive Wirkungen nachgesagt werden. Durch Eigenrecherche fanden wir heraus, dass der Anteil des Flavonoids Epicatechin bei einer Erhitzung über 70°C zurück geht. Die Erreichung dieser Kerntemperatur ist für die Herstellung eines für den Verzehr geeigneten Kakaos jedoch wie beschrieben unumgänglich. Weiterhin sind wir auf verschiedene Quellen (1; 2) gestoßen, die belegen, dass die gesundheitlichen Vorteile des Kakaos durch die Röstung (abhängig von der Temperatur & Dauer) aufgrund eines Anstiegs der Flavonoide sogar verstärkt werden können. Letztlich ist es vor allem das Dutching-Verfahren, bei dem der Gehalt der Flavonoide Catechin und Epicatechin nachweislich auf bis zu 20%, beziehungsweise 2% herabsinkt. Dieses Verfahren findet bei konventionellen Kakaoprodukten Anwendung. Wir gewährleisten jedoch eine minimale Verarbeitung des Kakaos, sodass auf diesen Schritt bewusst verzichtet wird.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Begriff ‘Roher Kakao’ nicht darauf schließen lässt, dass seine Rohform bewahrt wurde. Bereits durch natürliche Temperatureinflüsse kann eine Kerntemperatur von maximal 47°C meist nicht eingehalten werden. Hinzu kommt, dass bei vielen ProduzentInnen oftmals die Transparenz im Produktionsprozess fehlt, um sichere Aussagen über die genauen Verarbeitungsschritte und -bedingungen treffen zu können.

Anders als es in der Massenindustrie vermehrt der Fall ist, wo eine starke Erhitzung des Kakaos bis hin zur Verbrennung keine Seltenheit sind, werden unsere Kakaobohnen schonend geröstet, wie es auch die die indigenen Völker Mittel- und Südamerikas seit jeher machen.

Aus Liebe zur Umwelt empfehlen wir, Roher Kakao stets mit veganen Milchalternativen zuzubereiten. Des Weiteren weisen Forschungsergebnisse (siehe Serafini et al. 2003) darauf hin, dass Milch die Aufnahme der im Kakao enthaltenen Antioxidantien beeinträchtigen kann und somit potenzielle gesundheitliche Vorteile verringert oder unterbunden werden können.

Wir hoffen, durch diesen Beitrag ein wenig mehr Klarheit in die Roher Kakao-Thematik gebracht zu haben. Falls du über Forschungsprojekte oder Studien weißt, die unseren Wissensschatz in dieser Hinsicht erweitern könnten, freuen wir uns natürlich jederzeit über deine Kontaktaufnahme.

Unsere eigenen Rohkakaosorten:

Suyana Explorer Box


Quellen

Studien

Payne, M.J., Hurst, W.J., Miller, K.B. et al. (2010): Impact of Fermentation, Drying, Roasting, and Dutch Processing on Epicatechin and Catechin Content of Cacao Beans and Cocoa Ingredients. Journal of Agricultural and Food Chemistry (58) 19. 10518–10527. DOI: https://doi.org/10.1021/jf102391q

Penn State (2018): Cocoa bean roasting can preserve both chocolate health benefits, taste. ScienceDaily. Verfügbar unter: www.sciencedaily.com/releases/2018/04/180404163629.htm

Serafini, M., Bugianesi, R., Maiani, G. et al. (2003): Plasma antioxidants from chocolate. Nature 424(1013). DOI: https://doi.org/10.1038/4241013a

Weitere

1
2
3
4
5
6
7

Veröffentlicht
11 August, 2022

Autorin
Hanna Krause

Lesedauer
4 Minuten

Weiterlesen

0
    0
    Warenkorb
    Dein Warenkorb ist leerZurück zum Shop