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Schlagwort: geschmackhaft

Kakao als Superfood

Kakao als Superfood

EIN WAHRES SUPERFOOD IN VIELERLEI HINSICHT

Viele Menschen kennen ihn primĂ€r aus zuckersĂŒĂŸen Pulvermischungen, die mit Kakao letztlich nur noch wenig zu tun haben.

Betrachtet man Kakao jedoch in seiner puren, ursprĂŒnglichen Form, erkennt man, welches Potenzial sich hinter der Wunderbohne verbirgt. Ein Kakao als Superfood in vielerlei Hinsicht. Dass er eine hervorragende Nahrung fĂŒr strapazierte Nerven und schwere Herzen ist, hast du vielleicht schon selbst erfahren. Doch das ist lĂ€ngst nicht alles – UreinwohnerInnen Zentral- und SĂŒdamerikas erkannten das immense Potenzial von Kakao bereits vor hunderten von Jahren und machten als Medizin fĂŒr mentale und körperliche Gesundheit von ihm Gebrauch.

Wenn von den gesundheitlichen Wirkungsweisen des Kakaos gesprochen wird, kommt es natĂŒrlich zunĂ€chst einmal auf die Art des Kakao als Superfood, beziehungsweise seine Zubereitung und Form der Verarbeitung an. Dieser Artikel bezieht sich auf hochwertigen zeremoniellen Kakao in seiner puren Form – biologisch angebaut, schonend hergestellt und ohne Anreicherung von Zucker. UrsprĂŒnglich und rein, wie du ihn auch in unserem Shop erhĂ€ltst. Herkömmliche Kakaos enthalten oft große Mengen an beigemengtem Zucker, was ihn zur sĂŒĂŸen SĂŒnde macht. In natĂŒrlicher Form ist er jedoch ein reichhaltiges und sehr komplexes Lebensmittel mit rund 300 verschiedenen Inhaltsstoffen. Was genau zeremoniellen Kakao als Superfood von konventionellem Kakao unterscheidet erfĂ€hrst du in diesem Artikel.

EINE GLÜCKSELIGE BEREICHERUNG

Eine besonders wichtige, mehrfach ungesĂ€ttigte FettsĂ€ure im Kakao ist Anandamid. Ihre entspannende und stimmungsaufhellende Wirkungsweise wird mit der von Cannabis verglichen. Die Substanz kommt auch auf natĂŒrliche Weise im menschlichen Gehirn vor und sorgt fĂŒr ein wohliges GefĂŒhl von Heimat und GlĂŒck. Daher also auch der Name: ‘Anandamid’ leitet sich aus der vedischen Sprache Sanskrit von ‘ananda’ ab und bedeutet so viel wie ‘GlĂŒckseligkeit’.

Außerdem enthĂ€lt Kakao auf natĂŒrliche Weise MAO-Hemmer, die eine antidepressive Wirkung haben. Monoaminoxidasen (MAO) sind Enzyme, die fĂŒr den Abbau von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Adrenalin sorgen. WĂ€hrend Serotonin als GlĂŒckshormon bekannt ist, haben Dopamin und Adrenalin eine anregende Wirkung auf den Körper, was in den vorzufindenden Mengen ebenfalls eine positive Wirkung auf den GemĂŒtszustand ausĂŒbt. Wird der Abbau dieser Hormone also gedĂ€mmt, werden die hervorgerufenen GefĂŒhle lĂ€nger aufrechterhalten. Mit zunehmendem Alter werden die Enzyme (MAO) immer aktiver, sodass die Neurotransmitter frĂŒher abgebaut werden und ihr Spiegel sinkt. Dies kann Depressionen, schlechte Laune und einen vorzeitigen Alterungsprozess zur Folge haben.

QUELLE ZAHLREICHER SEKUNDÄRER PFLANZENSTOFFE

Kakao enthÀlt zahlreiche gesundheitsförderliche und stimulierende sekundÀre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien, AminosÀuren und Alkaloide.

Antioxidantien schĂŒtzen den Körper, indem sie freie Radikale im Körper reduzieren. Diese wĂŒrden fĂŒr oxidativen Stress sorgen und werden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und verfrĂŒhten Alterungsprozessen in Verbindung gebracht.

Durch die Antioxidantien erweitern sich die Arterien, die Durchblutung wird gefördert und das Herz und Kreislaufsystem werden geschĂŒtzt. Weiterhin wurde herausgefunden, dass Kakao die Oxidation von LDL, dem sogenannten ‘schlechten Cholesterin’ senken kann. Wichtig ist in diesem Kontext, dass der Kakao vegan zubereitet wird, denn die Zugabe von Milchprodukten. hemmt die Wirkung der Antioxidantien oder hebt sie sogar vollstĂ€ndig auf. Als möglichen Grund hierfĂŒr nennen ForscherInnen, dass sich aus der Kombination der Flavonoide des Kakaos und den Milchproteinen Komplexe bilden, welche die Aufnahme ins Blut erschweren und somit die biologische VerfĂŒgbarkeit fĂŒr den Körper herabsetzen.

Besonders bedeutsame Antioxidantien im Kakao sind Flavonoide, eine Untergruppe der Polyphenole. Hiervon sind im Kakao nĂ€mlich mehr enthalten als in jeglichen anderen Lebensmitteln. Die Menge ist sogar ein Vielfaches von der, die in Blaubeeren und grĂŒnem Tee zu finden ist. Flavonoiden wird zugeschrieben, den Blutdruck zu senken, das GedĂ€chtnis zu fördern und der Einlagerung von Fett entgegenzuwirken. Auch gegen EntzĂŒndungen sollen sie wirksam sein.

Aufnahme der AminosÀuren

Die Aufnahme der enthaltenen AminosĂ€uren wird durch ihre im Kakao vorzufindende Zusammensetzung optimal ermöglicht. Einige der AminosĂ€uren nehmen eine besondere Rolle als Neurotransmitter ein. Hierzu gehören Endorphine, Dopamin, Tryptophan und Phenylethylamin. Tryptophan reagiert unter Anwesenheit von Magnesium im Körper mit ausgewĂ€hlten Vitaminen, um Serotonin zu produzieren. Dieses GlĂŒckshormon kann AngstzustĂ€nde vermindern und die Stressresilienz erhöhen. Es gehört zu den wichtigsten Hormonen fĂŒr den Körper, ist essentiell fĂŒr das eigene Wohlbefinden und regelt den Tag-Nacht-Rythmus, sodass wir nachts ruhig schlafen können und tagsĂŒber wach und energetisch sind.

Weiterhin ist die braune Bohne reich an Alkaloiden wie Koffein und Theobromin, die geistig anregend wirken und auch die körperliche LeistungsfĂ€higkeit steigern können. Der genaue Gehalt an Koffein und Theobromin variiert je nach Sorte. Koffein wirkt bekanntlich stark anregend, fördert die Konzentration und das Reaktionsvermögen. Außerdem wird MĂŒdigkeit entgegengewirkt, Schmerzen werden gehemmt, der Stoffwechsel wird angeregt und der Blutdruck erhöht sich. Theobromin ist jedoch zu signifikant grĂ¶ĂŸeren Anteilen als Koffein enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Alkaloid, das zu einer sanfteren und lĂ€nger anhaltenden Energieversorgung fĂŒhrt. Zwar kann auch Theobromin zu mehr geistigem Fokus und Wachsamkeit fĂŒhren, gleichzeitig kann es jedoch den Blutdruck senken, dabei helfen, innere Ruhe einkehren zu lassen und einen erholsamen Schlaf ermöglichen.

Kakao als Superfood

KAKAO ALS SUPERFOOD BIETET SOGAR EINE REICHHALTIGKEIT AN VITAMINEN

Kakao enthĂ€lt vieleVitamine des B-Komplexeswie Niacin (B3), PantothensĂ€ure (B5), Thiamin (B1), Riboflavin (B2) und Pyridoxin (B6). Sie helfen der Regeneration und dem Aufbau von Muskeln, sind fĂŒr die Synthese von Enzymen verantwortlich und tragen zur Funktion des Nervensystems bei. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle fĂŒr Stoffwechselprozesse.

Weitere enthaltene Vitamine sind C und E. Vitamin E hat eine antioxidative Wirkung und schĂŒtzt den Körper vor sogenannten freien Radikalen. Vitamin C (AscorbinsĂ€ure) ist ein essentieller Stoff fĂŒr den Körper, den er nicht selbst herstellen kann.

SOGAR AN MINERALIEN BIETET DER KAKAO AN

Weiterhin ist Kakao ein hervorragender Lieferant fĂŒr Mineralien wie Selen, Magnesium, Kalzium, Eisen, Kalium, Zink und Mangan, weshalb sich derKakao als Superfood perfekt eignet.

Kakao gilt als einer DER pflanzlichen Lieferanten fĂŒr Magnesium. Pro 100g Kakao sind bis zu 500mg Magnesium enthalten. Ein wichtiger Stoff fĂŒr die Funktion von Muskeln und die Gehirnleistung. Die physische FlexibilitĂ€t kann erhöht, KrĂ€mpfe gelindert und Menstruationsbeschwerden vorgebeugt werden. Außerdem ist das alkalische Mineral wichtig fĂŒr die Remineralisierung der Knochen und unterstĂŒtzt psychisches Wohlbefinden. Da Magnesium ferner fĂŒr die Bildung roter Blutkörperchen und den Energiestoffwechsel wichtig ist, fĂŒhrt ein Mangel oftmals zu MĂŒdigkeit, Übelkeit, MuskelkrĂ€mpfen und auf lange Dauer zu erhöhtem Osteoporoserisiko und AnĂ€mie.

AuchKalziumist in besonders hohem Maße enthalten, etwa 160mg stecken in 100g Kakao. Kalzium ist wichtig fĂŒr die Knochenbildung, reguliert die Übertragung von Nervenimplusen sowie die Kontraktion der Muskeln und fördert ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Insbesondere fĂŒr SportlerInnen ist auf eine genĂŒgende Kalziumzufuhr Acht zu geben, da es bei körperlicher Hochleistung in hohem Maße verbraucht wird und fĂŒr die Regeneration von großer Bedeutung ist. Besonders Frauen sollten auf eine ausreichende Kalzium Zufuhr Acht geben, da es das prĂ€menstruelle Syndrom (PMS) lindern kann und das in der Menopause erhöhte Osteoporoserisiko senkt.

Eisenist ein weiteres fĂŒr den Körper wichtiges Mineral, das in Kakao vorkommt. Mit 100g Kakao kommt man auf ganze 7,3mg. Eisen ist essentiell fĂŒr die Atmung der Zellen, den Sauerstofftransport und somit auch fĂŒr die Energiebereitstellung. Wer an Eisenmangel leidet, zeigt hĂ€ufig Symptome wie MĂŒdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Da Eisen optimalerweise mit Vitamin C eingenommen werden sollte, bietet Kakao eine hervorragende biologische VerfĂŒgbarkeit. Auch dieser Mineralstoff ist fĂŒr Frauen von besonderer Wichtigkeit, da durch die Periode ein erhöhter Eisenbedarf vorliegt.

IST DER KAKAO ALS SUPERFOOD EIN FETTREICHER DICKMACHER?

Nimmt man das vorgeblicheKakao als Superfood in seiner puren, schonend verarbeiteten Form genauer unter die Lupe, fĂ€llt zunĂ€chst der große Anteil an Fett ins Auge, der rund 54% des Kakaos ausmacht. Der Grund hierfĂŒr liegt in der Besonderheit von zeremoniellem Kakao. HierfĂŒr wird die ganze Kakaobohne verwendet wird, darunter auch die wertvolle Kakaobutter. Diese ist ein sehr wertvoller Inhaltsstoff, denn in ihr befinden sich jede Menge AminosĂ€uren und Vitamine.

Mit einem großen Anteil von rund 40% sind die enthaltenen Fette einfach oder mehrfach ungesĂ€ttigt. Hierunter fallen auch die wertvollen Omega 3 und – 6 FettsĂ€uren. Diese Fette haben eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel und können zu einer gesunden Herzfunktion beitragen. Außerdem sind sie gut fĂŒr stabile Nerven und wirken sich positiv auf die kognitive LeistungsfĂ€higkeit aus. Ein besonders interessanter Aspekt im Kontext der enthaltenen FettsĂ€uren: einige von ihnen haben eine appetithemmende Wirkung und regen die Fettverbrennung an. Sie sollen deshalb nicht nur das Herz-Kreislauf-System schĂŒtzen, sondern werden auch bei Abnehmwunsch empfohlen.

Gleiches gilt fĂŒr die enthaltenen Bitterstoffe, auch sie hemmen den Appetit. Sie koppeln sich an Darmzellen an, wo das körpereigene GLP-1 Hormon produziert wird, welches fĂŒr ein natĂŒrliches SĂ€ttigungsgefĂŒhl sorgt. Auch Heißhungerattacken kann durch Bitterstoffe vorgebeugt werden. Eine weitere positive Wirkungsweise ist, dass diese Stoffe die Produktion von Magen- und Gallensaft anregen, sodass die Verdauung gefördert wird. Weiterhin wird die Ausscheidung von Bakterien und Viren aus dem Verdauungstrakt begĂŒnstigt. Zudem wird die BauchspeicheldrĂŒse aktiviert, die fĂŒr die Produktion des blutzuckerregulierenden Hormons Insulin verantwortlich ist.

EIN BISSCHEN VERLIEBT SEIN 

Ein weiterer spannender Punkt ist, dass Theobromin dazu beitrĂ€gt, dass Endorphine ausgeschĂŒttet werden. Dies sind GlĂŒckshormone, die auch von Verliebten ausgestoßen werden und fĂŒr ein GefĂŒhl der Euphorie und GlĂŒckseligkeit sorgen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Inhaltsstoff Phenylethylamin (PEA), der auch als ‘LiebesmolekĂŒl’ bezeichnet wird. PEA gehört zu den biogenen Aminen und fĂŒhrt zu Wachheit und Fokus. Verantwortlich fĂŒr die stimulierende Wirkung ist die begĂŒnstigte Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin. Somit kann uns Kakao in den bekannten ‘Flow-Zustand’ versetzen, in dem wir uns in Raum und Zeit verlieren und alles ausblenden, was um uns herum geschieht. Außerdem kann auch dieser Inhaltsstoff GefĂŒhle der Anziehung und Euphorie hervorrufen, wie wir sie von einem Zustand des Verliebtseins kennen.

Wie du siehst, dient Kakao zu weit mehr als nur Nervennahrung. Mit seinen zahlreichen gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen gilt der natĂŒrliche Stimmungsaufheller berechtigterweise als edles Superfood fĂŒr Körper, Geist, Seele und das Herz.

Quellen

Studien

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Serafini, M., Buqianesi, R., Maiani, G. et. al (2003): Plasma antioxidants from chocolate.Nature 424(1013). DOI: https://doi.org/10.1038/4241013a

Weitere

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Veröffentlicht
03 Juni, 2022

Autor
Sacha Knoche

Lesedauer
4 Minuten

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